
Zwischen Oder, Neiße und Warthe erstreckt sich eine Landschaft, die durch ihre spärliche Besiedlung, ihre dichten Wälder und ihre zahlreichen Seen geprägt ist.
Hier findest du viele ruhige und historisch interessante Orte, ohne weit anreisen zu müssen. Die Woiwodschaft Lubuskie ist der polnische Teil des historischen Lebuser Lands und befindet sich im Westen Polens an der Grenze zu Brandenburg und zur Region Großpolen.
Neben den Naturlandschaften verteilen sich in Lebus teilweise wenig entdeckte Sehenswürdigkeiten, darunter historische Orte mit vielerorts gut erhaltener mittelalterlicher und barocker Architektur. Aber auch markante Spuren der jüngeren Lebuser Vergangenheit sind sichtbar – einschließlich einer ganzen Ruinenstadt.
Wenn du Lust auf eine abwechslungsreiche Rundreise durch die Geschichte der deutsch-polnischen Grenzregion zwischen Oder und Warthe hast, könnte die Route von Berlin über Frankfurt (Oder) bis nach Kostrzyn, Zielona Góra und Gorzów Wielkopolski genau das Richtige für dich sein.
1. Reise durchs Lebuser Land
1.1 Überblick »Lubuskie«
Als historischer Grenzraum an Oder, Neiße und Warthe markiert das Lebuser Land seit dem Mittelalter ein Interessensgebiet verschiedenster politischer Herrschaften: Es gehörte je nach Epoche zum Bistum Lebus, zu Polen, zur Mark Brandenburg und zu Preußen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg teilte die neue Grenzziehung entlang der Oder und Neiße das Gebiet. Der größere Teil gehört heute zu Polen und hat als Woiwodschaft »Ziemia Lubuska« seinen stabilen Platz im polnischen Verwaltungsgefüge gefunden.

Das Lebuser Land besitzt zwei Hauptstädte: Grünberg (Zielona Góra), in dem auch das Parlament seinen Sitz hat und das meiner Ansicht nach hübschere dieser beiden Zentren darstellt, sowie Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski).
Weitere bekannte Orte der Region sind Świebodzin (Schwiebus) mit seiner riesigen Jesus-Statue, Nowa Sól (ehem. Neusalz an der Oder), die »Stadt der Gartenzwerge« sowie die niederlausitzer Stadt Żary, in deren Umland mit dem »Góra Żarska« die höchste Erhebung von »Lubuskie« aufragt.
Die namensgebende Stadt Lebus selbst liegt heute im deutschen Teil des historischen Lebuser Lands, im Märkisch-Oderland nördlich von Frankfurt (Oder). Ganz in der Nähe befindet sich Kostrzyn nad Odrą (ehem. Küstrin), dessen historische Altstadt heute als museale Geisterstadt einen wesentlichen Abschnitt der Geschichte rund um die Befreiung vom Nationalsozialismus erzählt.
1.2 Mit dem Zug durch Lubuskie
Im Westen Polens erwartet dich ein modernes und zuverlässiges Streckennetz, das die Region Lubuskie auf entspannte Weise mit dem Regionalzug erschließt.
Die überschaubare Größe der Gegend macht eine Zugreise durch das Lebuser Land besonders entspannt, sodass sich diese Tour auch hervorragend für ein verlängertes Wochenende eignet – gerade wenn du aus Brandenburg oder Ostsachsen startest.
Auf deiner Route kannst du sowohl inspirierende Städte als auch ruhigere Wohlfühlorte entdecken, die jeweils die Spuren ganz eigener Geschichte tragen.

Der Einstieg in dieses Abenteuer gelingt bequem und günstig ab Berlin oder Frankfurt (Oder). Von Frankfurt (O) aus erreichst du beispielsweise Zielona Góra in anderthalb Stunden mit der Regionalbahn RB 91 über Rzepin.
Die »Oderlandbahn« RB26 ist stündlich zwischen Berlin-Ostkreuz und Kostrzyn unterwegs und benötigt für die Gesamtstrecke ebenfalls anderthalb Stunden.

Beachte dabei, dass dein »Deutschlandticket« auf dem Weg nach Kostrzyn nur bis zum deutschen Grenzort »Küstrin-Kiez« gilt – für die Weiterfahrt über die Grenze nach Kostrzyn benötigst du ein polnisches Ticket, das du auch bei der DB oder dem VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) für 2,60 EUR (Stand: Dezember 2025) buchen kannst.

Auch die Fahrkarte von Frankfurt (Oder) nach Zielona Góra gibt es für 8,60 EUR (Stand: Dezember 2025) online via DB und VBB zu kaufen. Du kannst das Ticket aber auch ganz spontan und unkompliziert im »SVF-Kundenzentrum« am Bahnhof besorgen, bevor es weitergeht ins schöne Lubuskie.

Von Bahnhof »Zielona Góra Główna« fährt etwa alle zwei Stunden eine Regionalbahn nach Gorzów Wielkopolski, mit der du 2–2½ Stunden bis zur Provinzhauptstadt Nummer 2 an der Warthe unterwegs bist.
Zwischen Zielona Góra und Kostrzyn ist die Taktung der Zugverbindungen etwas höher und die Fahrtzeit beträgt etwa 1½ Stunden – fast eine Kurzstrecke.
Noch schneller ist die Verbindung von Gorzów nach Kostrzyn: In etwa 40 Minuten geht es vom Landsberger Ufer der Warthe bis zu deren Mündung in die Oder.
Fahrpläne & Zugtickets buchen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tickets für Züge nach und in Polen online zu kaufen.
Internationale Züge von Berlin oder Frankfurt (Oder) kannst du entweder über die Deutsche Bahn oder die App des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) buchen.
Das »Deutschlandticket« gilt immer nur bis zur letzten Station auf deutscher Seite, also zum Beispiel bis Küstrin-Kietz oder Frankfurt (Oder).
Einen guten Überblick zu den Ticketoptionen zwischen Berlin/Brandenburg und Polen findest du auf der Seite »Fahrausweise von und nach Polen« des VBB.

Regionalzugtickets innerhalb Polens kannst du direkt auf der Plattform »Portal Pasażera« der polnischen Bahn (PKP) online buchen.
Etwas übersichtlicher und moderner ist das Buchungsportal »Koleo«, das auch Deutsch mit dir spricht, allerdings eine Registrierung erfordert.
Alternativ kannst du Tickets für polnische Regionalzüge natürlich immer auch spontan am Bahnhof kaufen.
| Abfahrt – Ankunft | Dauer | Zug-Nr. | Preis (12/2025) |
| 08:15 – 09:50 | 1:36 Std | RB 91 | 8,60 EUR ➟vbb.de |
| 09:50 – 10:54 | 1:04 Std | EC 59 | ca. 20 EUR ➟bahn.de |
| 13:50 – 14:55 | 1:04 Std | EC 57 | ca. 20 EUR ➟bahn.de |
| 16:14 – 17:52 | 1:38 Std | RB 91 | 8,60 EUR ➟vbb.de |
| 17:50 – 18:54 | 1:04 Std | EC 55 | ca. 20 EUR ➟bahn.de |
| 20:06 – 21:31 | 1:25 Std | RB 91 | 8,60 EUR ➟vbb.de |
| Abfahrt – Ankunft | Dauer | Zug-Nr. | Preis (12/2025) |
| 06:25 – 08:26 | 2:01 Std | R 78563 | ca. 8,50 EUR ➟koleo.pl |
| 08:27 – 10:35 | 2:08 Std | R 78565 | „ |
| 10:13 – 12:11 | 1:58 Std | R 78567 | „ |
| 12:42 – 15:01 | 2:19 Std | R 78569 | „ |
| 14:35 – 16:38 | 2:03 Std | R 78571 | „ |
| 16:10 – 18:10 | 2:00 Std | R 78573 | „ |
| 18:39 – 20:47 | 2:08 Std | R 78575 | „ |
| 20:27 – 22:23 | 1:56 Std | R 78577 | „ |
| Abfahrt – Ankunft | Dauer | Zug-Nr. | Preis (12/2025) |
| 05:06 – 05:45 | 0:39 Std | R 80381 | ca. 4,30 EUR ➟koleo.pl |
| 06:06 – 06:45 | 0:39 Std | R 80383 | „ |
| 07:13 – 07:52 | 0:39 Std | R 80385 | „ |
| 08:16 – 09:00 | 0:44 Std | R 80387 | „ |
| 09:56 – 10:35 | 0:39 Std | R 80389 | „ |
| 10:56 – 11:35 | 0:39 Std | R 80391 | „ |
| 12:26 – 13:05 | 0:39 Std | R 80393 | „ |
| 13:05 – 13:43 | 0:38 Std | TLK 58110 | „ |
| 13:18 – 14:02 | 0:44 Std | R 78531 | „ |
| 14:23 – 15:07 | 0:44 Std | R 80397 | „ |
| 15:21 – 15:59 | 0:38 Std | R 80399 | „ |
| 16:22 – 17:00 | 0:38 Std | R 80401 | „ |
| 17:33 – 18:18 | 0:45 Std | R 80403 | „ |
| 18:21 – 19:00 | 0:39 Std | R 80405 | „ |
| 20:20 – 21:00 | 0:40 Std | R 80407 | „ |
| 20:57 – 21:36 | 0:39 Std | R 80409 | „ |
| 21:19 – 21:58 | 0:39 Std | R 80411 | „ |
| 22:38 – 23:22 | 0:44 Std | R 78535 | „ |
| 23:43 – 00:28 | 0:45 Std | R 80413 | „ |
| Abfahrt – Ankunft | Dauer | Zug-Nr. | Preis (12/2025) |
| 04:02 – 05:24 | 1:22 Std | RB 26 | 11,20 EUR ➟ vbb.de |
| 05:02 – 06:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 06:02 – 07:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 07:02 – 08:25 | 1:23 Std | RB 26 | „ |
| 08:02 – 09:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 09:04 – 10:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 10:02 – 11:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 11:04 – 12:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 12:02 – 13:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 13:04 – 14:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 14:02 – 15:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 15:04 – 16:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 16:02 – 17:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 17:04 – 18:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 18:02 – 19:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
| 19:04 – 20:24 | 1:20 Std | RB 26 | „ |
| 20:02 – 21:24 | 1:22 Std | RB 26 | „ |
Quelle: ➟neb.de
*aktuell (Dezember 2025) bekomme ich bei der ➟DB nur Verbindungen ab/bis Berlin-Lichtenberg angezeigt. Laut der ➟Niederbarnimer Eisenbahn starten/enden die Züge aber weiterhin in Berlin Ostkreuz.
1.3 Meine Erfahrungen im Zug
Ich persönlich begab mich auf eine Rundreise von Berlin über Frankfurt (Oder) nach Zielona Góra, weiter nach Gorzów und Kostrzyn, und schließlich zurück nach Berlin.
Die Züge waren – mit einer Ausnahme – pünktlich und eher leer als überfüllt. Ich suche mir natürlich für solche Reisen auch Zeiten jenseits der Rush Hour aus, um eine möglichst große Chance auf einen Fensterplatz zu haben.

Zwischen Berlin und Frankfurt fährt etwa stündlich der RE 1 und braucht für die Strecke ca. 1:10 Stunden.
Da hier eh das »Deutschlandticket« gültig ist, habe ich mich auch nicht um eine spezielle Verbindung bemüht und bin einfach nachmittags zum Hauptbahnhof gefahren und in den nächsten Zug Richtung Oder gestiegen.
Die Regionalbahn von Frankfurt nach Zielona Gora dagegen fährt nicht so häufig – nämlich nur alle vier Stunden. Insofern habe ich mir bei meiner Arglosigkeit zumindest vorgenommen, den Zug um 16:10 Uhr zu erwischen.
Das Ticket für den polnischen Zug holte ich mir beim freundlichen Personal am Schalter.
💡 Tipp
Um sich in Frankfurt (Oder) am Bahnhof die Beine etwas zu vertreten, lohnt sich ein Abstecher neben den Bahnhofsvorplatz zur als Eisenbahnersiedlung errichteten Wohnanlage Kiliansberg. Dort erinnert ein recht martialisch wirkendes Denkmal aus dem Jahr 1932 an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Eisenbahner, und von hier aus hat man außerdem einen netten Blick in Richtung der Grenze.

Mein Zug stand bereits früh im Gleis, sodass ich mich als Early Bird über meine freie Platzwahl freute. Allerdings hat sich die Bahn dann ohnehin kaum (oder gar nicht) mehr gefüllt. Ich hoffe aber, dass der RB91 insgesamt ausreichend genutzt wird, damit der Betrieb langfristig aufrechterhalten werden kann.

Der Zug erreichte sein Ziel pünktlich um 17:54 Uhr, im März zwar schon nach der Blauen Stunde, aber genau richtig, um den Himmel im Licht eines malerischen Sonnenuntergangs zu erleben.

So weit, so gut – wszystko idzie świetnie!
Die Reise mit der Regionalbahn nach Polen ist scheinbar eine komfortable und zuverlässige Option.
Einen Ausfall hat es dann aber doch gegeben: Mein Regionalzug von Zielona Góra nach Gorzów, den ich auf den letzten Drücker erreichte, fuhr nur bis Zbąszynek, wo wir in einen Ersatzbus geleitet wurden, der insgesamt eher drei Stunden unterwegs war, aber auch konsequent alle Bahnhöfe auf dem Weg anfuhr. Immerhin eine Gelegenheit, auch die kleineren Orte der Region Lebus mal aus der Nähe zu sehen.

Die Kleinstadt Zbąszynek wurde übrigens erst in den 1920er Jahren gegründet und trug bis 1945 den Namen »Neu-Bentschen«. Sie entstand infolge des Versailler Vertrags als neuer deutscher Grenzort rund um den neu errichteten Grenzbahnhof und entwickelte sich zu einer typischen Eisenbahnersiedlung.

Der Bus hielt schließlich um die Ecke des Hauptbahnhofs von Gorzów, sodass ich umgehend einen Blick auf dessen rostfarbene Empfangsgebäude mit seinem sorgfältig verspiegelten Portal werfen konnte.
Später bin ich für die nächste Etappe nach Kostrzyn dort wieder eingekehrt und habe die Regionalbahn gen Westen genommen, die mich pünktlich – und ganz ohne SEV – in die Ruinenstadt brachte.

In gerade mal pendelverkehrsüblichen 40 Minuten fuhr der Zug durch den polychromen Lebuser Sonnenuntergang an die Odergrenze. Mit der hohen Taktung dieser Verbindungen ist diese Tour daher perfekt für einen Wochenendausflug.

Schließlich ging es auf der letzten Etappe mit der Oderlandbahn zurück nach Berlin. Dazu machte mir mein Abenteuerdrang das Leben unnötig schwer.
Ich wollte nämlich von Kostrzyn zu Fuß über die Grenze nach Küstrin-Kietz marschieren und erst dort in die Bahn nach Berlin-Lichtenberg steigen.
Ich kann nicht einmal sagen, ob ich generell davon abraten würde.

Diesen Spaziergang werde ich jedenfalls kein zweites Mal mit einer akut und maximal schwächenden Magen-Darm-Entzündung unternehmen.
Laut Google Maps dauert der Fußmarsch ein gutes Stündchen – mir kam er vor wie drei schlechte Stunden.
Aber doch: die Überquerung der Brücken über Warthe und Oder lohnt sich auf jeden Fall.
Der weitere Weg bis zum Bahnhof zieht sich aber arg in die Länge.

Die Fahrt von Küstrin in die Hauptstadt verlief ganz entspannt, mit wenigen, überwiegend deutschen Fahrgästen an Bord.
Die Schaffnerin versuchte mich noch gewitzt zu überlisten, indem sie mir die Aussage entlocken wollte, ich sei bereits in Kostrzyn – also noch in Polen – zugestiegen und hätte für den internationalen Teil der Strecke gar kein gültiges Ticket. Aber nichts da: Ick war ja schließlich zu Fuß jeloofen!

Die Züge und ihr Komfort
Die polnischen Regionalbahnen wirken auf mich im Inneren modern und sehr gepflegt, sodass mich gar ein schlechtes Gewissen beschlich, als ich im Zug von Frankfurt nach Zielona Góra eine halbe Packung Salzstangen auf dem Boden verteilte (und dann selbstverständlich in den vorhandenen Mülltüten entsorgte).
Was den Komfort betrifft, gibt es Waggons, die offenbar vollständig barrierefrei sind, sodass sich auch Reisende mit eingeschränkter Mobilität problemlos bequem machen können.

Auch die WC-Bereiche sind gepflegt und entsprechen modernen Standards. In einigen Zügen wirst du unter den Sitzen zudem Steckdosen und USB-Ports finden, was das Laden des Endgeräts deines Vertrauens während der Fahrt ermöglicht.

Ein kleiner Stolperstein auf dieser Reiseroute ist bisweilen die Unzuverlässigkeit des Regionalverkehrs auf deutscher Seite.
Aktuell – im Dezember 2025 – ist etwa die Strecke der RB91 zwischen Frankfurt und Rzepin unterbrochen und wird durch Ersatzbusse überbrückt.
Positiv empfinde ich die »alternativen« Abfahrtsbahnhöfe in Berlin: Die RB26 startet in Berlin-Ostkreuz und hält zudem in Berlin-Lichtenberg.
Für Nicht-Berliner:innen also eine Gelegenheit, die Hauptstadt auch mal jenseits des Regierungsviertels auf Schienen zu entdecken.
- Informationen zur Oderlandbahn auf der Website der Niederbarnimer Eisenbahn ➟neb.de/rb26
- Überblick zur grenzüberschreitenden Nutzung des Deutschlandtickets (inkl. Polen) bei den Reisereportern ➟reisereporter.de
2. Meine Highlights in Lubuskie
2.1 Kostrzyn nad Odrą
Etwa 80 Kilometer östlich von Berlin, am Zusammenfluss von Warthe und Oder, erstrecken sich die Überreste einer preußischen Festung, deren Ruinen heute unter dem Beinamen »Pompeji des Ostens« eine wichtige Episode der Geschichte des 20. Jahrhunderts dokumentieren.

Die historische Stadt Küstrin erstreckte sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs über beide Ufer der Oder.
Während der deutsche Name »Küstrin« heute noch den auf der deutschen Seite gelegenen Teil, »Küstrin-Kietz«, bezeichnet, trägt die Stadt auf polnischer Seite den Namen »Kostrzyn nad Odrą«.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde an diesem Ort eine mächtige preußische Festung zur Sicherung der Oder errichtet, die sich unter dem puritanischen Markgrafen »Johann von Brandenburg-Küstrin« zu einer Residenzstadt entwickelte, die durch den zunehmenden Ausbau der Festung geprägt war.
De facto bildete sie ein kleines Fürstentum unter Hohenzollern-Verwaltung, das nach Johanns Tod 1571 aufgrund ausgebliebener Erbfolge wieder dem Kurfürstentum Brandenburg zufiel.

Nach ihrer Zerstörung im Siebenjährigen Krieg und dem Ausbau durch französische Besatzer war Küstrin Schauplatz zahlreicher Scharmützel zwischen napoleonischen und russischen Truppen.
Unter den preußischen Königen wurde die Festungsstadt schließlich zu einer der wichtigsten Anlagen an der Oder ausgebaut.
Die Schlacht um Küstrin
Auf der anderen Seite der deutsch-polnischen Grenze erheben sich die Seelower Höhen, wo vom 16. bis 19. April 1945 die Schlacht um Berlin ihren Ausgang nahm, bevor sie bekanntermaßen am 8. Mai in die Befreiung Berlins von der Naziherrschaft und das Ende des Zweiten Weltkriegs mündete.
Kurz zuvor, im Februar und März 1945, kämpfte die Rote Armee in Küstrin wochenlang um die letzte massive Bastion Hitlers. Zunächst errichteten die sowjetischen Truppen Brückenköpfe an der Oder und riegelten praktisch die Stadt ab, was zunächst zur Evakuierung der Zivilbevölkerung führte.

Dennoch sahen sich die Rotarmisten einem zähen Kampf ausgesetzt, bis es ihnen schließlich Ende März gelang, die Festung der Küstriner Altstadt einzunehmen. Neben tausenden Menschen fielen vor allem durch die tagelangen Bombardierungen rund 90 Prozent der Gebäude der Zerstörung zum Opfer.
Die Festung Küstrin heute
Achtzig Jahre später dokumentieren Ruinen aus Backstein die Spuren der letzten großen Schlacht des Zweiten Weltkriegs: Reste von Treppen führen in verschüttete Keller, die Grundmauern wurden von der Natur zurückerobert, und ein lediglich ein Kreuz markiert den Standort der einstigen Kirche Küstrins.

Zweisprachige Schilder mit historischen Straßennamen machen die Struktur der Altstadt einigermaßen nachvollziehbar.
Dort, wo sich die Badergasse und die Kietzer Straße kreuzen, lässt sich nicht mal mehr erahnen, dass dieser Weg einst von Straßenlaternen gesäumt war.
Die Kietzer Straße führte einmal vom Kietzer Tor im Süden der Altstadt zum Marktplatz und beherbergte mehrere zentrale militärische Einrichtungen.

Auch dort, wo sich früher Schloss, Rathaus und Marktplatz befanden, sind heute nur noch fast vollständig überwachsene Ruinen zu sehen.
Einige Teile der Festungsanlage wurden jedoch inzwischen restauriert: Das Berliner Tor im Westen und die Bastion Philipp beim Kietzer Tor dokumentieren zudem mit ihren integrierten Museen die historischen Entwicklungen Küstrins.

Trümmerberge sind hingegen nicht zu sehen, da die meisten Steine nach dem Krieg für den Wiederaufbau nach ➟Warschau transportiert wurden, das ebenfalls nahezu vollständig zerstört war.
Kostrzyn Neustadt und der Bahnhof
Das historische Kostrzyn ist heute unbewohnt und liegt nur einen Spaziergang von der modernen Neustadt entfernt, in der sich auch der Bahnhof Kostrzyn befindet.

Tatsächlich ist der Bahnhof mit dem alten, fast ikonischen Wasserturm wohl die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt.
Das Empfangsgebäude stammt ursprünglich aus dem Jahr 1875, nachdem sich Küstrin zu einem zentralen Eisenbahnknotenpunkt der Preußischen Ostbahn mit Verbindungen nach Frankfurt (Oder) und später auch nach Berlin etablierte.

Die leuchtend backsteinrote Fassade des historischen Bahnhofs wurde 2014 umfassend und im Sinne der erhaltenden Denkmalpflege restauriert. Man könnte das Gebäude auf den ersten Blick für eine alte Grundschule halten, doch es ist ein echtes Stück preußisch-polnischer Eisenbahngeschichte.
Die neue Oderbrücke
Ein spannender, dass die Rote Armee nach der Befreiung Küstrins zuallererst die Küstriner Eisenbahnbrücken wieder auf Vordermann brachte, da diese als Teil der »Ostbahn« eine wichtige Verbindung nach Berlin herstellten.
Die damals errichtete Pontonbrücke ist heute freilich nicht mehr in Nutzung. Bereits in den 1950er Jahren wurde die ursprüngliche Eisenbahnbrücke wiedererrichtet und in Betrieb genommen.

Seit Juli 2024 fahren die Züge über eine neue, zweispurige Netzwerkbogenbrücke, die als weltweit erste Eisenbahnbrücke mit Hängern aus Carbon gilt.
Für diese innovative Konstruktion wurden die Architekten aus Berlin und London auch prompt mit dem Deutschen Brückenbaupreis 2025 ausgezeichnet.
Quelle: ➟Land Brandenburg
Seit 2001 gehört die Oder-Warthe-Mündung zum Nationalpark »Park Narodowy Ujście Warty« (»Nationalpark Warthemündung«), in dem du östlich von Kostrzyn 250 Vogelarten entdecken kannst. Der Nationalpark ist ein charmantes Wandergebiet mit kleinen Ferienhöfen.

- Chronologische Übersicht zur Schlacht um Küstrin auf der Website des »Museums der Festung Küstrin«:
➟muzeum.kostrzyn.pl - Allgemeine Übersicht und Führungen der Tourist-Information Kostrzyn nad Odrą: ➟tourist-info-kostrzyn.de
2.2 Zielona Góra
Zielona Góra ist eine hübsche, bunte Universitätsstadt mit ansehnlich restaurierten Bürgerhäusern und einer sichtbar gelebten, von Stolz getragenen Weinbautradition.

Weintradition und Bacchuspfad
Seit nunmehr 900 Jahren wird hier der feine Göttertrunk gekeltert und vergoren. Zwar hat die Tradition während der kommunistischen Herrschaft zwischenzeitlich einige Federn lassen müssen, doch heute ist der lokale Rebsaft so lebendig wie nie. Kein Wunder, dass auch das alljährlich zur Weinlese stattfindende ➟Weinfest »Winobranie« große Beachtung findet.
Im Sommer finden in Zielona Góra zudem die »Tage der Offenen Weinkeller« statt, bei denen rund 30 Weingüter aus der Region in sonst unzugänglichen historischen Kellern ihre Weine präsentieren.

Eine besondere Attraktion, auch für alle, die ein distanziertes Verhältnis zum Alkohol haben, sind die über 70 Winzerfiguren auf dem »Bacchus-Pfad« entlang der Stadtpromenade.
Ich habe mir zwar nicht jede einzelne dieser in Bronze gegossenen Rebfreunde im Detail angesehen, mich aber trotzdem ausgiebig amüsiert.
Etwas aus der Reihe tanzt der kleine Polizist, der anlässlich des 100‑jährigen Bestehens der polnischen Polizei (2019) seinen Platz unter den potenziellen Verkehrsgefährdern aus Bronze bekommen hat.
Vermutlich hat eh keiner von ihnen einen Führerschein – dafür erinnern sie uns mit viel Humor an den römischen Weingott Bacchus.
In jedem Fall sind sie ein charmanter kultureller Bonus aus Bronze, der – ähnlich wie in Budapest – die ohnehin schon sehr schmucke Altstadt schmückt.
Das ehemalige Grünberg
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war die Stadt, damals noch unter dem Namen »Grünberg«, Teil Deutschlands, was sich heute noch in einigen gut erhaltenen historischen Relikten widerspiegelt.

Dazu zählen etwa das elegant schlichte Art-Déco-Gebäude des Lubuski-Theaters von 1931 oder die Evangelisch-Augsburgische Kirche aus dem Jahr 1917.
Das Stadtleben verläuft anscheinend gemächlich, besonders in der Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone, die von feinen Residenzbauten – vor allem entlang der »Kupiecka Straße« – gesäumt wird.

Inmitten des schnuckeligen Stadtzentrums wirst du dich freilich auf dem »Alten Marktplatz« (Stary Rynek) mit seinem quasi-barocken Rathaus und dessen leicht schiefgeratenen Turms wiederfinden.
Von der alten Stadtmauer ist dagegen nicht mehr viel übrig. Das wohl prominenteste Relikt – und zugleich ein cooles Fotomotiv – ist der sogenannte »Hungerturm« als Teil der ehemaligen Wehrmauern und des Stadttors aus dem 15. Jahrhundert.
Und wenn du genau hinschaust, entdeckst du auch hier einen kleinen Bacchus‑Klettermaxe.

Das christliche Zielona Góra
Die »Konkatedrale św. Jadwigi« (Kathedrale St. Hedwig) soll im Jahr 1294 fertiggestellt worden sein und gilt damit als älteste Kirche der Stadt.
Direkt neben der gotischen Backsteinkathedrale befindet sich ein ausdrucksstarkes Mural von Jakub Bitka, das an die »Wydarzenia Zielonogórskie« vom 30. Mai 1960 erinnert: Es zeigt Szenen des Protests der Stadtbewohner gegen die Enteignung des katholischen Gemeindehauses durch die kommunistischen Behörden.
Das Mural ist an der Wand des Pfarrhauses angebracht und basiert auf historischen Fotografien.

Zu diesem christlich-bürgerrechtlichen Ensemble gesellt sich seit 2020 außerdem die Statue von Kazimierz Michalski.
Er war der erste katholische Pfarrer von Zielona Góra nach 1945, organisierte das religiöse und gesellschaftliche Leben der Stadt und setzte sich insbesondere für den Schutz vor staatlichen Repressalien sowie für die Rechte der Kirche ein.
Im Norden der Altstadt bereichert die »Kirche Unserer Lieben Frau von Tschenstochau« in ihrer Fachwerkbauweise die geistlichen Aura des Ortes – ein filigranes Gegenstück zur Backstein-Konkathedrale.

Unter Wein und Palmen
Der Grundstein für die Entstehung Zielona Góras wurde vermutlich im Mittelalter am Fuße eines kleinen Hügels gelegt: Auf dem »Winny Wzgórze« – dem Weinbergshügel – steht heute die »Palmiarnia«.
Dieses mittlerweile als tropisches Gewächshaus und gastronomischer Treffpunkt genutzte Gebäude geht auf ein einfaches Winzerhäuschen aus dem Jahr 1961 zurück, in dem sich heute zwischen Palmen, Kakteen und anderen exotischen Pflänzchen ganz entspannt ein Glas lokalen Rebsafts genießen lässt.
Von seiner Terrasse eröffnet sich ein weiter Ausblick über die Stadt sowie den angrenzenden kleinen Weinberg mit Parkanlage.

Freilichtmuseum
Im südlich gelegenen Ortsteil Ochla erstreckt sich auf einer Fläche von 117 Hektar das ethnografische Freilichtmuseum dörflicher Kultur, welches einen authentischen Einblick in vergangene ländliche Lebensweisen bietet und somit eine weitere Facette des regionalen Erbes sichtbar macht.
2.3 Gorzów Wielkopolski
Wie auch Zielona Góra trug Gorzów über mehrere Jahrhunderte einen deutschen Namen: »Landsberg an der Warthe«.
Die Stadt liegt nur 45 Kilometer östlich von Kostrzyn und wurde im 13. Jahrhundert als Teil der Mark Brandenburg als aufstrebendes Handelszentrum an der Warthe gegründet und ist de facto erst seit Ende des Zweiten Weltkriegs polnisch.

Der Hauptbahnhof »Gorzów Wielkopolski – stacja kolejowa« liegt praktisch direkt am Ufer der Warthe.
Von hier aus erreichst du in nur einer knappen Viertelstunde die zentrale »Altstadtbrücke« (»Most Staromiejski«), deren Laternen-Ensemble bisweilen als Touristenattraktion gilt – ob das wirklich so ist, sei dahingestellt.
Einen schönen Blick über das schimmernde Flussband der Warthe hast du hier auf jeden Fall.

Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, bei denen rund 60 Prozent der Stadt in Mitleidenschaft gezogen wurden, lässt sich ihre Geschichte an der erhaltenen Bausubstanz teilweise noch gut ablesen.
Dazu kannst du dich vom Fluss aus einmal nach oben und einmal nach unten abarbeiten: Die Altstadtbrücke führt vom nördlichen Teil der Stadt, beginnend an der Uferpromenade »Bulwar Nadwarciański«, hinüber zum Aussichtsturm »Wieża widokowa Dominanta« im Süden.
Die Speicher von Zawarcie
Im südlichen Stadtteil »Zawarcie« kannst du dich im »Weißen Speicher« (»Biały Spichlerz«) und im »Roten Speicher« (»Czerwony Spichlerz«) in authentischem Ambiente mit der Geschichte Gorzóws beschäftigen.

Während der backsteinerne Rote Kornspeicher noch gegen seinen eigenen Verfall ankämpft und nach einer erquickenden neuen Nutzung lächzt, beheimatet der Weiße Speicher heute das »Spichlerz Museum«.

Das dreigeschossige Fachwerksgebäude stammt aus dem Jahr 1723 und diente über Jahrhunderte als Getreidelager.
Seit 1976 steht das Haus unter Denkmalschutz und beherbergt heute eine vielseitige Dauerausstellung, die Themen von der Stadtgründung über die Industrialisierung im 19. Jahrhundert, Kriege und Naturkatastrophen bis hin zu den »schwierigen Anfängen« des polnischen Gorzów ab 1945 behandelt.
Die Altstadt und der Paucksch
Am nördlichen Wartheufer lädt die lange Promenade mit ihren ikonischen Eisenbahnbögen dazu ein, den sportlichen Kanuten (oder sind es vielleicht Kajaken?) beim aktiven Treiben zuzuschauen oder in einem der zahlreichen Cafés zu chillen.
An dieser Stelle bewirbt sich Gorzow als Premium-Städtetrip für laue Sommertage und -abende.

Diesseits des Norfdufers erhebt sich die gotische Backsteinkathedrale »Mariä Himmelfahrt« aus dem 13. Jahrhundert – mit ihrem wuchtigen Turm und farbigen Glasfenstern.
Die Kathedrale steht direkt am alten Marktplatz, gleich neben dem berühmten »Paucksch-Brunnen«.
Obendrauf balanciert eine Frau mit Tragejoch und Eimern – ein kleiner Gruß an die fleißigen Leute der Stadt und die Warthe als Lebensader.

Hermann Paucksch, nach dem der Brunnen benannt ist, war ein angesehener Industrieller und großzügiger Gönner.
Mit seiner Kessel- und Dampfmaschinenfabrik sowie der Einführung moderner Sozialkassen hat er die Region im 19. Jahrhundert wirtschaftlich und sozial auf Vordermann gebracht.
Besonders das frühere Arbeiterviertel Zawarcie südlich der Warthe hat von seinem Engagement ordentlich profitiert. Dort kannst du dir auch heute noch die »Paucksch-Villa« ansehen: da, wo die Warthe eine scharfe Biegung vollzieht. Das Haus war die Familienresidenz der Pauckschs, deren Interieur teilweise bis heute erhalten ist.
Von hier aus lohnt sich ein entspannter Spaziergang durch die grünen Wartheufer im Osten der Stadt – mit dem Stausee »Kacze Doły«, einem ehemaligen Flussbett der Warthe.

Zurück im Norden der Stadt wartet noch das »Jan-Dekert-Museum des Lebuser Landes« in einer schicken neobarocken Villa eines ehemaligen Fabrikanten auf dich.
Hier gibt’s alles von regionaler Kunst bis Stadtgeschichte – und das Ganze ist sogar das älteste Museum in der Region. Wer dann noch Lust auf ein bisschen Natur hat, sollte den »Siemiradzki-Park« auf den Altstadthügeln nicht verpassen: mit Aussichtspunkt, Amphitheater und einer Treppe, die einfach im Grünen verschwindet.
Gorzów und der Motorsport
Ein besonderes Steckenpferd Gorzóws ist die Begeisterung für Motorradrennen. An der zentralen Kreuzung, unweit des Stadtparks »Park Wiosny Ludów«, steht seit 2005 die Statue von Edward Jancarz, einer Legende des Speedway-Sports – tragischerweise im Alter von 45 Jahren von seiner Ehefrau erstochen.
Auch das hiesige Stadion im Stadtteil Zawarcie und die Straße am Hauptbahnhof sind nach ihm benannt.

Quelle: ➟speedweek.com
- Übersichtsartikel zum Leben und Schaffen von Herrmann Paucksch:
➟encyklopedia.wimbp.gorzow.pl
Fazit
Eine Zugreise ins Lebuser Land ist unkompliziert und auch günstig – mit der Regionalbahn gelangst du bequem von Deutschland nach Polen und kannst auch innerhalb der Woiwodschaft Lubuskie flexibel über die Schienen flitzen.
Das Lebuser Land bildet einen überschaubaren Radius zwischen Westpommern im Norden und Niederschlesien im Süden und eignet sich ideal für kurze Entdeckungstouren abseits großer Metropolen.
Auch wenn ich mir selbst angesichts der Jahreszeit (Anfang März) wenig Natur gegönnt habe, macht allein der Nationalpark Warthemündung Lust auf ausgedehnte Wanderungen und Vogelbeobachtungen in der weiten Flusslandschaft.
Die Städte der Region erzählen eine Fülle an Geschichten – nicht nur durch ihre deutsche Vergangenheit und die Spuren des Zweiten Weltkriegs, sondern auch durch kleine Details wie die Bronze-Winzerfiguren in Zielona Góra.
Die Zugverbindungen funktionieren meistens zuverlässig, aber gerade auf den Strecken zwischen Berlin und dem Osten Brandenburgs ist häufiger mit Schienenersatzverkehr zu rechnen.
Daher lohnt es sich, vor der Reise bei DB, VBB und NEB zu prüfen, ob alle Verbindungen wie geplant fahren.
📌 Bist du auch schonmal mit dem Zug nach Polen gereist?
- Wie sind deine Erfahrungen in den Regionalzügen? Oder warst du mit den polnischen Schnellzügen unterwegs❓
- Hast du weitere Tipps für die Reise durch Westpolen❓
- Ich bin gespannt, in den Kommentaren von deinen Erfahrungen zu lesen und freue mich auch auf deine Fragen❗
☞ Kontaktiere mich auch gerne auf meinen Social Media-Kanälen oder per E-Mail: hello@east-rail-stories.de
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Ganz lieben Dank, Dennis
FAQ
Wie buche ich Zugtickets für das Lebuser Land?
Internationale Tickets gibt es online bei der Deutschen Bahn oder mit der VBB-App. Für polnische Regionalzüge nutzt du am besten die Buchungsportale der PKP oder Koleo. Die Tickets gibt’s aber auch an den Bahnhöfen.
Gilt das Deutschlandticket bis nach Polen?
Nein, das Deutschlandticket gilt nur bis zur letzten deutschen Station, z.B. Küstrin-Kietz oder Frankfurt (Oder).
Wie oft fahren die Regionalzüge in Lubuskie?
Zwischen den wichtigsten Städten verkehren die Züge meist im Zwei- bis Vier-Stunden-Takt, manche Verbindungen auch stündlich.
Sind die Bahnhöfe und Züge barrierefrei?
Viele Bahnhöfe und Züge bieten Barrierefreiheit, z.B. mit Rampen und behindertengerechten WCs, besonders in modernen Regionalzügen. Für weitere Informationen zum Thema empfehle ich die Seite ➟barrierefreier-tourismus.info
Welche Highlights sollte ich unterwegs nicht verpassen?
Sehenswert sind die Ruinenstadt Kostrzyn, die Weintradition in Zielona Góra, die Speicher und die Promenade in Gorzów sowie zahlreiche Natur- und Kulturerlebnisse entlang der Strecke.

