Zentrales Heiligtum von Banteay Srei. Rechts und links Gebäude aus rosa Sandstein und hinten zwei Türme des Tempels. Davor Statuen von hockenden Wachen mit Tierköpfen. Blauer Himmel.

Kambodscha: Die 11 schönsten Tempel von Angkor und Umgebung

Warum nach Angkor reisen?

Das Königreich Kambodscha gehört zu meinen absoluten Lieblingsreiseländern. Besonders natürlich Siem Reap und dessen Umgebung im Nordwesten des Landes haben es mir – und vielen anderen Asienreisenden – angetan. Denn diese Region ist die Wiege des legendären Khmer-Reiches, und die zahlreichen Ausflugsziele rund um die Tempelstadt Angkor erzählen spannende Geschichten aus mehr als 1000 Jahren. Ich habe Kambodscha und Angkor bereits dreimal bereist und werde auch weiterhin immer wieder gerne zurückkommen.

Ich mit Cap und Elefanten-T-Shirt vor grüner Landschaft von Koh Ker. Bewölkter Himmel.
Und wenn es auch manchmal etwas schweißtreibend ist …

Das mächtige Khmer-Reich, das zwischen 802 und 1431 n. Chr. die Landkarte Südostasiens mitprägte, erstreckte sich über große Teile der heutigen Staatsgebiete von Laos, ➠Thailand, ➠Vietnam und natürlich Kambodscha. Es war kulturell eine der bedeutendsten Zivilisationen seiner Zeit und hinterließ eine beeindruckende Tempelwelt, die noch heute Besucher aus aller Welt fasziniert.

Angkor Archäologischer Park

Die wohl bekannteste und bedeutendste Tempelanlage Kambodschas ist Angkor Wat, das als größtes sakrales Bauwerk der Welt gilt. Vermutlich ist es zudem das berühmteste und beeindruckendste Bauwerk der Region und darf in den Insta-Stories vieler Südostasien-Reisenden nicht fehlen. Angkor Wat ist auch namensgebend für die heutige Bezeichnung der damaligen (zweiten) Hauptstadt des Khmer-Reiches: Angkor. Heute bezeichnet der Name Angkor zudem den großflächigen „Angkor Archäologischen Park“ – auf diesem im Jahr 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Areal gibt es mehr als 1000 Tempelruinen zu entdecken.
Das gesamte Areal von Angkor kann von Besucher:innen mit einem Tagesticket entweder in einer geführten Tour oder auf eigene Faust besichtigt werden.

Tempel Angkor Wat in Kambodscha. Die 5 Türme spiegeln sich im ruhigen Wasser eines Teiches. Eine Palme auf der linken Seite vervollständigt das malerische Bild. Schwarz weiß mit starkem Kontrast.

Tempel in der Umgebung von Angkor Wat

Doch auch jenseits der Tempelstadt Angkor finden sich fantastische, zum Teil verwunschene Bauwerke und Ruinenstädte aus dieser Zeit. Im Rahmen von entspannten Tagestouren kannst du zum Beispiel die etwas weiter entfernten Tempel von Beng Maelea und Koh Ker bewundern und jenseits der großen Touristenströme Einblick in die Architektur und Kultur des ehemaligen Khmer-Reichs bekommen.

Was findest du in diesem Artikel?

In diesem Beitrag gebe ich dir eine Übersicht über die 11 Tempel von Angkor und der näheren Umgebung, die ich dir für deine Kambodscha-Reise unbedingt zur Besichtigung empfehle. Zu jedem Tempel gebe ich eine kurze Übersicht zu Geschichte, Architektur und dessen Besonderheiten. Jeden Abschnitt schließe ich mit generellen und persönlichen Tipps zu der jeweiligen Anlage. Allgemeine Reisetipps findest du am Ende des Artikels.
Auch Ausflüge zu den etwas abgelegenen Tempelanlagen lassen sich von Siem Reap aus unkompliziert organisieren – sei es mit einem Tuk Tuk-Fahrer, einer geführten SUV-Tour oder indem man selbst auf einem gemieteten Motorbike fährt.
Die hier aufgeführten Tempelanlagen lassen sich bei guter Planung zusammen innerhalb von 3 Tagen entspannt besichtigen.

Ap­ro­pos Khmer (ខ្មែរ)
Die Kambodschaner selbst nennen das alte Khmer-Reich Kambuja oder Kambujadeśa (Land der Kambuja). „Kambuja“ ist Sanskrit und bezeichnet einen antiken indischen Volksstamm, dem man die Gründung des Khmer-Reiches zuschreibt. Davon leitet sich auch der moderne Name des Landes Kambodscha ab.
Der Begriff Khmer bezieht sich auf das Volk, das im Khmer-Reich lebte und noch heute in Kambodscha die Mehrheit der Bevölkerung ausmacht. Khmer ist auch die kambodschanische Landessprache, deren Schrift u. a. sehr der Thai-Schrift ähnelt und sich von den antiken indischen Skripten ableitet – nicht ganz unerheblich, wenn man sich die Insignien in den alten Tempeln ansieht.



1. Angkor Wat

Auf zum größten Tempel der Welt

Ganz oben in dieser Liste muss natürlich der Tempel Angkor Wat stehen – das Wahrzeichen Kambodschas und DAS große Meisterwerk der Khmer-Architektur. Er wurde zwischen 1113 und 1150 n. Chr. im Auftrag von Khmer-König Suryavarman II. erbaut – ursprünglich als hinduistischer Tempel zu Ehren des Gottes Vishnu. Und so ist die religiöse Symbolik aus dieser Zeit auch heute noch unübersehbar.
Wenn du vom Westeingang auf das Gelände gelangst, siehst du bereits von Weitem die fünf Türme des Tempels in den Himmel ragen.
Sie bilden das prägende Zentrum dieses unvergleichlichen UNESCO-Weltkulturerbes.

Tempel Angkor Wat, der sich im klaren Wasser des Teichs vor dem tempel spiegelt. Links im Bild ist eine Palme zu sehen, die der Szene eine tropische Note verleiht.
Die 5 Türme von Angkor Wat bilden einen Quincunx und sollen Lotusblüten nachempfunden sein.

Hinduistische Mythologie

Diese Türme repräsentieren die fünf Gipfel des Berges Meru, das Zentrum des Universums in der hinduistischen Mythologie. Der Tempel selbst ist von einem Wassergraben umgeben, der wiederum den kosmischen Ozean symbolisiert. Die Balustraden des gepflasterten Damms, der vom Wasser bis zum Tempel verläuft, stellen die Verbindung zwischen der menschlichen und der göttlichen Welt her.
Ich kann nur empfehlen, sich vor dem Besuch über diese mythischen Hintergründe zu informieren – das macht das Erlebnis noch überwältigender. Natürlich gibt es auch kompetente Reiseführer zur Begleitung deines Besuchs.

Doch der Gebäudekomplex ist davon unabhängig schon wegen seiner monströsen und zugleich filigranen Erscheinung faszinierend. Nicht nur für Kunst-Fans sind die in ihren Details erstaunlich gut erhaltenen Reliefdarstellungen der Apsaras und Devata– tanzenden Nymphen und Göttinnen im Palast Indras am Berg Meru – sowie von Szenen aus hinduistischen Epen und historischen Schlachten an den Wänden besonders beeindruckend. Darunter die berühmte Darstellung „Churning of the Ocean of Milk“ in der Ostgalerie.

Bas-Relief von Devatas im Angkor Wat Tempel. Die aufrechte Haltung und der Kopfschmuck weisen auf Devatas hin.
Apsaras oder Devata? Die aufrechte Haltung und der Kopfschmuck weist auf Devata hin.

Vom Hinduismus zum Buddhismus

Seinen Namen verdankt Angkor Wat übrigens dem Umstand, dass König Jayavarman VII. im 12. Jahrhundert Angkor Thom als neue Hauptstadt des Khmer-Reiches errichten ließ und den Buddhismus zur neuen Staatsreligion erklärte. Aus der ehemaligen Hauptstadt wurde ein buddhistisches Kloster: Angkor Wat, die „Stadt der Tempel“.

Der Sonnenaufgang – Symbol des Lebens und der Wiedergeburt

Das größte Spektakel rund um Angkor Wat ist der Sonnenaufgang über den Türmen, das jeden Morgen hunderte Tourist:innen anzieht. Für die einen ist es ein spirituelles Erlebnis, wenn sich die rote Sonne langsam über den zentralen Turm erhebt. Für die anderen ist es einfach eine malerische Kulisse für tolle Fotos. Man mag meinen, es gäbe ohnehin schon genug Fotos mit immer diesem selben Motiv. Aber ich finde, auf jedem einzelnen Bild findet sich ein ganz eigener Charakter. Also, halt die Kamera bereit! Es lohnt sich!

Angkor Wat Visitors Sunrise 2016 East Rail Stories
Die guten Plätze sind früh vergeben! Morgens um 6:00 h vor Angkor Wat (September 2016).

Tipps Angkor Wat

Tuk Tuk-Route: Angkor Wat liegt auf der Route des Small Circuit – jeder Fahrer in Siem Reap bietet diese Tour an.
Auf keinen Fall den Sonnenaufgang verpassen: Die Zeiten des Sonnenaufgangs schwanken zwischen 5:30 h (Juni) und 6.30 h (Februar).
Buche dir von Siem Reap aus eine Tuk Tuk-Tour für 5:00 h, damit du nicht später als 5:30 h vor Ort bist. Alternativ kannst du die auch ein Fahrrad mieten und um 5:00 h losfahren. Dann bist du hinterher auch unabhängiger. Je früher du auftauchst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen guten Platz bekommst. Die Konkurrenz ist groß!
Warte den Besucherabzug ab: wenn das Spektakel rund um den Sonnenaufgang vorbei ist, besichtigen die meisten noch den Tempel und ziehen dann weiter. Die Tuk Tuk-Fahrer verabreden sich dann z. B. um 7:30 h zur Weiterfahrt. Wenn du unabhängig dort bist, empfehle ich diesen Moment abzuwarten, und die Anlage in aller Ruhe zu genießen.

2. Die Tore von Angkor Thom

Auf in die letzte Hauptstadt des mächtigen Khmer-Reichs

Nur etwas nördlich von Angkor Wat befindet sich mit Angkor Thom ein weiteres großes Highlight innerhalb des Angkor-Tempelkomplexes. Ein ebenfalls von einem Wassergraben umgebenes Areal, das noch deutlich größer ist als Angkor Wat. Denn Angkor Thom ist eine eigene antike Stadt für sich, die zahlreiche heilige Stätten beherbergt, zu denen auch die unten beschrieben Tempel Bayon und Baphuon gehören.

Doch wie kam es zu Erbauung Angkor Thoms?

Im 12. Jahrhundert kam es zunächst zu einer zwischenzeitlichen Eroberung der Khmer-Hauptstadt Yasodharapura (heute Angkor) durch die feindlich gesinnten Cham. Als man die Besatzer schließlich wieder vertreiben konnte, nahm König Jayavarman VII. den Sieg zum Anlass, mit Angkor Thom eine neue, noch mächtigere Hauptstadt zu errichten. Damit hielt auch der Buddhismus Einzug in die Architektur des Khmer-Reichs – und der einst hinduistisch geweihte Angkor Wat stand fortan im Dienste buddhistischer Mönche.
Die fünf monumentalen Tore zu der ehemaligen Hauptstadt des Khmer-Reichs sind ein beeindruckendes Zeugnis der Baukunst und der Macht der damaligen Herrscher. Jedes Tor ist mit unzähligen Skulpturen geschmückt, die mythologische Figuren darstellen.

Südtor von Angkor Thom, während Busse, Tuk Tuks und Fußgänger durch das Tor hindurchströmen. Der Himmel ist. Links die Naga-Balustrade mit den freundlichen Büsten der Götter.
„Aufwirbeln des Milchozeans“ am Südtor zu Angkor Thom.

Aufwirbeln des Milchozeans

Das bekannteste der Tore ist sicher das Südtor (auch Tonle Om Gate), zu dem eine sehr gut erhaltene Brücke über den Wassergraben führt. An den Balustraden behaupten die individuell gestalteten Büsten von Gottheiten (links) und Dämonen (rechts) ihren Platz auf dem Rücken der mythischen wie mächtigen Naga-Schlange.
Es ist eine Darstellung der epischen Szene „Churning of the Ocean of Milk“ („Aufwirbeln des Milchozeans“). Götter und Dämonen ziehen die Schlange Vasuki in entgegengesetzte Richtung um den Berg Mandara, um die Tiefen des kosmischen Ozeans aufzuwirbeln. Das Ziel der Begierde: Das Elixier des Lebens (Amrita) und damit die Unsterblichkeit. Im Resultat entsprangen dem Ozean zudem viele weitere magische Gestalten – darunter die schönen Apsaras.
Es ist ferner ein Symbol für das ewige Tauziehen zwischen Gut und Böse. Selbstverständlich mit dem guten Ausgang für das unsterbliche Gute.

Seitliche Nahaufnahme Büste eines Gottes auf der  Naga-Balustrade am Südtor von angkor Thom. Dahinter Wassergraben mit begrüntem Ufer.
Einer der lebenslustigen Götter am Milchozean.

Haupttor zu Angkor Thom

Dieses stimmungsvolle Ensemble höchster Khmer-Kunst wird so gut wie jede:r Besucher:in zu sehen bekommen. Denn es ist das viel befahrene Haupttor der Stadt, die sicherlich auch von dem Tuk Tuk-Fahrer deines Vertrauens genutzt wird, um dich sicher und auf schnellstem Wege von Angkor Wat zum Bayon-Tempel zu bringen.
Die Skulpturen und das Artwork der anderen Tore sind nicht ganz so gut erhalten, was aber den grundlegenden Charakter der symbolträchtigen Ausgestaltung nicht schmälert. Wer nach Angkor Thom reist, wird eindrucksvoll empfangen! Egal aus welcher Himmelsrichtung.

Tipps Angkor Thom

Tuk Tuk-Route: Angkor Thom liegt auf der Route des Small Circuit und wird von allen Fahrern in Siem Reap angefahren.
Aussteigen: Wenn du an einer der üblichen morgendlichen Touren durch Angkor teilnimmst, wirst du ziemlich sicher durch das Südtor nach Angkor Thom gefahren. Der Fahrer wird auf der Brücke nicht unbedingt halten. Ich empfehle, vorher abzusprechen, dass ihr hier 5 Minuten Halt macht. Die Büsten sind es wert.
Weitere Tore besichtigen: Wenn du z. B. mit dem Fahrrad unterwegs bist, kann ich nur empfehlen, auch durch das Victory Gate im Osten und das North Gate im Norden zu radeln. Das Westtor und das Khmoch Gate (im Osten) finde ich im Vergleich weniger spektakulär.

3. Bayon

Auf zum Tempel der vielen Gesichter

Der Bayon-Tempel schmückt das Zentrum der Stadt Angkor Thom mit einer wirklich beispiellosen Ästhetik. Nicht besser oder schlechter als Angkor Wat, sondern einfach für sich betrachtet einzigartig. Ich finde, dass sich hier bereits die Vielschichtigkeit und Bedeutsamkeit des kulturellen Erbes von Angkor und Kambodscha zeigt. Der Tempel wurde einst als spirituelles und politisches Herzstück der Stadt errichtet, und hat dank seiner vielen markanten Türme einen hohen Wiedererkennungswert.
Denn diese sind jeweils verziert mit den Reliefs von Gesichtern, die ihre zufriedenen Blicke in alle Himmelsrichtungen schweifen lassen. Sie schaffen damit eine umgreifende Stimmung des inneren Friedens. Mit anhaltender Strahlkraft in das mächtige Khmer-Reich und – heute – in das Gemüt des Besuchers.

Bayon Tempel mit Türmen und Gesichtern vor blauem Himmel und leicht bewölktem Hintergrund. Eine Palme ragt links ins Bild.
Die vielen Gesichter der Khmer-Architektur: Bayon.

Buddhistische Symbolik (?)

Mit diesen Reliefs erhielt die Khmer-Architektur auch erstmals einen buddhistischen Anstrich, denn deren freundliches Antlitz sollen wohl niemand geringeren als Avalokiteshvara symbolisieren– den Bodhisattva des Mitgefühls.
Zudem heißt es, die heiligen Gesichter hätten große Ähnlichkeit mit König Jayavarman VII., dem legendären Monarchen, der eben diesen Tempelbau in Auftrag gab und Anhänger des Mahayana-Buddhismus war.

Apropos Bodhisattva
Im Mahayana-Buddhismus ist ein Bodhisattva ein Wesen, das sich auf dem Weg zur eigenen Erleuchtung dem Ziel verschrieben hat, anderen dabei zu helfen, sich ebenfalls auf den Weg ins Samsara, in den Zyklus von Geburt und Wiedergeburt zu begeben. Der Begriff „Bodhisattva“ setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern „Bodhi“ (Erleuchtung) und „Sattva“ (Wesen) zusammen.
Bodhisattvas werden als Wesen angesehen, die eine große Hingabe und Mitgefühl für alle fühlenden Wesen haben und ihr eigenes Glück opfern, um anderen zu helfen.

Und die Khmer sahen ihre Könige als Gottkönige, die Inkarnationen der Götter selbst, um an ihrer Stelle zu herrschen. Insofern bilden die Gesichter gleichwohl die universelle Macht und Herrschaft des Königs ab.
Allerdings geben Einheimische zu bedenken, dass es sich möglicherweise um das Gesicht des Hindu-Gottes Brahma handelt, das hier allseitig eingemeißelt ist – und nicht um das Antlitz des Bodhisattvas. Womöglich aber hat Jayavarman VII. sowohl in hinduistischer Khmer-Tradition als auch in buddhistischem Glauben gehandelt. Der fantastischen Ästhetik des Tempels tut die historische Diskussion jedenfalls keinen Abbruch.

Kunst im Khmer-Reich. Nahaufnahme von zwei freundlichen Gesichtern auf zwei Türmen des steinernen Bayon-Tempels. Im Hintergrund Bäume und bewölkter Himmel.
Es werden bis zu 54 Gesichtstürme im Bayon vermutet.

Reliefs und Restauration

Das kunstvolle Labyrinth aus Gängen und Galerien im Inneren des Tempels führt zu über 11.000 beeindruckenden Reliefs, die Szenen des alltäglichen Lebens im Khmer-Reich sowie kriegerische Schlachten darstellen.
Der Bayon-Tempel wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals restauriert, insbesondere während der französischen Kolonialzeit und – bis heute andauernd – seit den 1990er Jahren mit finanzieller Unterstützung aus Japan. Einige der ursprünglich wohl 54 Türme und 216 Gesichter wurden beschädigt oder konnten nicht rekonstruiert werden. Wenn man nicht genau nachzählt, fällt das aber gar nicht auf. 😉
Einige glauben, dass Angkor Thom ein riesiges Mandala darstellt und der Bayon in dessen Zentrum – ähnlich wie in Angkor Wat – den berühmten Berg Meru symbolisiert. Dieser gilt nämlich ebenso im buddhistischen Universum als Heimat der Götter …

Tipps Bayon

Tuk Tuk-Route: Der Bayon liegt auf der Route des Small Circuit und wird von allen Fahrern in Siem Reap angefahren.
Nimm dir Zeit: Klar, das kann ich prinzipiell bei allen Tempeln sagen. Zurecht. Doch für den Bayon lohnt es sich vor allem für Kunstliebhaber, sich auch die zahlreichen Details genau anzuschauen. Jedes Relief erzählt eine Geschichte. Ebenso wie jede Perspektive auf die Gesichter einen neuen Eindruck verschafft.
Sei flexibel: Der Bayon zählt zu den Tempeln mit großem Besucherandrang. Wenn du unabhängig unterwegs bist, könnte es sich lohnen, nicht zur Rushhour direkt nach Sonnenaufgang zu kommen. Gerade, wenn du viele (menschenleere) Fotos machen möchtest, solltest du vielleicht den Nachmittag bevorzugen. Und Geduld mitbringen!
✓Aktuell (2023): Bis voraussichtlich 2024 wird die obere Tempelebene wegen Restaurierungsarbeiten für Besucher:innen nicht zugänglich sein. 

4. Baphuon

Auf zum riesigen Tempelberg von Angkor

Der zweite große Tempel in Angkor Thom ist ein weiteres Meisterwerk der Khmer-Architektur, das vor allem durch seine Kolossalität beeindruckt. Der Tempelberg Baphuon war einst der größte seiner Art in der großen Hauptstadt. Wenngleich er sogar älter ist als Angkor Thom und bereits im 11. Jahrhundert als Staatstempel von König Udayadityavarman II. in der alten Hauptstadt errichtet und später schließlich in die neue Kapitale „eingemeindet“ wurde.

Ansicht der Hauptpyramide des Baphuon-Tempels in Angkor Thom mit einem Mönch in orangefarbenem Gewand auf der Spitze.
Ein mächtiges Stück Arbeit. Der Baphuon Tempel wurde zerlegt und wieder zusammengesetzt.

Pyramide mit liegendem Buddha

Bereits der 172 Meter lange Weg über den von Palisaden getragenen steinernen Steg, hin zu der palastartigen Pyramide entführt dich in eine andere Zeit. Nach dem Besuch des Bayon wirkt der Baphuon fast abgeschieden – der Besucherandrang ist deutlich geringer und alles wirkt auf mich irgendwie rudimentärer und spiritueller.

Ich könnte stundenlang durch die engen Gänge und Galerien auf halber und voller Höhe mit den offenen Seitenfenstern spazieren und durch diese die Aussicht auf die unwirklich scheinende Umgebung genießen.

Ästhetik im Khmer-Reich. Ausblick vom Tempelberg Baphuon in Angkor Thom auf 172 m langen Steg. Steg verläuft durch Grünfläche mit Rasen und Bäumen. Im Vordergrund Türme des Baphuon-Tempels.
Blick vom Baphuon-Tempel auf den Steg und die Umgebung.

Du kannst den Tempelberg über Holztreppen besteigen und dich vielerorts frei bewegen. Dies war nicht immer der Fall. Erst im Jahr 2011 wurde der einst zusammengefallene Tempel wieder aufgebaut – aus dem ursprünglichen Material. Bereits im 15. Jahrhundert wurde ein wohl eingestürzter Turm zu einem liegenden Buddha ummodelliert, den man auch heute an der Westflanke bestaunen kann.

Seitenansicht vom liegenden Buddha in der Mauer vom Tempel Baphuon. Das Gesicht oben leicht beschädigt. Erbaut aus Steinen des ehemaligen Turms.
Der liegende Buddha am Baphuon-Tempel war mal ein Turm.

Feine & Robuste Kunstreliefs

Daneben sind auch in diesem – von hinduistischen Ideen geprägten – Tempel zahlreiche tolle Reliefs in dem Sandstein-Mauerwerk der Galerien zu sehen, die erstaunlich gut erhalten sind. Gerade, wenn ich bedenke, dass diese alten Steine samt ihrer feingeschliffenen Details über Jahrhunderte den von Mensch und Natur ausgehenden Gewalten widerstehen konnten, finde ich diesen Tempel besonders fesselnd.
Die Reliefs von friedlich sowie kriegerisch genutzten Pferdewagen gehören für mich persönlich zu den spannendsten künstlerischen Werken in Angkor.

Auch die Terrasse der Elefanten, die ein am Baphuon anliegender Teil der Tempelstadt ist, gibt ein weiteres imposantes Beispiel für die Verbindung von Architektur, Symbolik und Kunst im Khmer-Reich. In diesem Teil der Archäologischen Parks findest du ausreichend Platz und Ruhe, in diese (noch nicht so ganz) vergangene Welt einzutauchen.

Tipps Baphuon

Tuk Tuk-Route: Der Baphuon liegt auf der Route des Small Circuit. Zur Sicherheit aber beim Fahrer nachfragen.
Hochklettern: Der Baphuon ist mein heimlicher Lieblingstempel im Angkor Park. Denn er wird von vergleichsweise wenigen Tourist:innen besichtigt, und man kann in voller Ruhe die Aussicht genießen. Daher unbedingt die Treppen hochsteigen! Die sind zwar zum Teil recht steil – aber es lohnt sich!
Nachbartempel besichtigen: Direkt nördlich des Baphuons befinden sich noch weitere tolle Stätten, die du bei ausreichend Zeit mitnehmen solltest.
○ Der Phimeanakas-Tempel – letzte verbliebene Ruine des ehemaligen Königspalasts in Angkor Thom aus dem 10. Jahrhundert
○ Die Terrasse der Elefanten – große Terrasse mit auffälligen Darstellungen von Elefanten aus dem 13. Jahrhundert
○ Die Terrasse des Leprakönigs – große Terrasse aus dem 13. Jahrhundert mit einer Statue des an Lepra verstorbenen Königs Yasovarman I. 

5. Preah Khan

Auf in das „Athen von Angkor

Wenn du Angkor Thom durch das Nordtor verlässt und auf der Route bleibst, wirst du nach ca. 2 km das nächste Highlight von Angkor erreichen: Preah Khan ist ebenfalls ein riesiger, durch einen Wassergraben geschützter Tempelkomplex, der Ende des 12. Jahrhunderts von König Jayavarman VII. erbaut wurde. Für mich ist er sowas wie ein Geheimtipp, da er nicht in allen touristischen Reiseplänen auftaucht und daher weniger überlaufen und sehr ruhig ist.

Im Zeichen des Siegs über die Cham

Nachdem die Khmer im Jahr 1181 n. Chr. erfolgreich die Cham vertreiben konnten, diente der Komplex bis zur Fertigstellung von Angkor Thom vermutlich als provisorische neue Hauptstadt. Preah Khans ursprünglicher Sanskrit-Name lautete entsprechend „Nagarashrijaya“, was „Stadt des glorreichen Sieges“ bedeutet. Der heutige Khmer-Name „Preah Khan“ bedeutet „Heiliges Schwert“ und soll sich ebenfalls auf den militärischen Erfolg Jayavarmans VII beziehen. Daneben existiert eine Legende, demnach dem Nachfolger des großen Königs ein heiliges Schwert als Legitimation der Macht überreicht wurde.

Der Herrscher widmete den Tempel Preah Kahn seinem Vater – als Gegenstück zu dem etwas früher erbauten Ta Prohm, der bereits Jayavarmans Mutter gewidmet war. Zwar ist Preah Khan heute weniger prominent als seine „Schwester“, doch ähneln sich beide Tempel in ihrer Struktur und in ihrem Zustand. Mit einer beeindruckenden Machtdemonstration der Natur.

Kapokbaum wächst auf Flechten bewachsener Mauer im Tempel Preah Khan von Angkor. Davor Trümmer vonSteinen des Tempels.
Auch in Preah Khan herrscht heute die Natur.

Und um nicht an Superlativen zu sparen: Preah Khan ist heute Angkors größter Flachtempel, also größter ebenerdiger Tempel ohne erhöhte Stufenpyramide wie etwa im Bayon.

Durch das West-Tor zur Säulenhalle

Hinter dem Wassergraben ist der Tempel von einer massiven Mauer umgeben, durch die vier Eingänge führen. Ähnlich wie in Angkor Thom, sind die Zugänge jeweils durch gigantische Torbögen geschmückt. Von Süden kommend, ist das West-Tor am naheliegendsten – doch auch Nord- und Ost-Tor sind letztlich sehr sehenswert. Die Brücken über die Gräben sind mit Naga-Balustraden dekoriert – jedoch sind die darauf sitzenden Büsten weniger gut erhalten als etwa am Südtor von Angkor Thom.
Im Inneren der Anlage findest du ein Ensemble von interessanten Gebäuderuinen, in dessen Herz das zentrale Heiligtum auf einer kleinen Terrasse emporragt.

Treppe zum Plateau mit westlichem Gopuram von Preah Khan. Von unten fotografiert. Tor gut erhalten. Treppe aus hellem Sandstein. Blauer Himmel und Bäume im Hintergrund.
West-Tor (Gopuram) zur inneren Tempelanlage.

Das Zentrale Heiligtum und der Stupa

Als kleine Besonderheit gibt es darin einen Stupa zu entdecken – eines der relativ wenigen buddhistischen Relikte in Angkor. Zentral und auffällig positioniert, ist er kaum zu übersehen. Interessanterweise, soll dieses Exemplar erst im 16. Jahrhundert hier errichtet worden sein, als bereits der Theravada-Buddhismus Staatsreligion des Landes war. Zuvor soll an seiner Stelle die Statue des Avalokiteshvara gestanden haben, also jenes Bodhisattvas, dessen Gesicht auch die Türme des Bayon ziert.

Die inneren Wände des zentralen Heiligtums sind übrigens deshalb mit Löchern übersät, weil dort einst vergoldete Bronzeplatten befestigt waren. Den vollen Umfang des schmuckvollen Glanzes vergangener Tage kann man heute natürlich nur noch erahnen.
Heute noch sehen kannst du jedoch die gut erhaltenen, steinerne Darstellungen von Lingam und Yoni (Phallus und Vulva), die in der hinduistischen Mythologie die göttliche schöpferische Energie symbolisieren.

Von unten: Stupa im Heiligtum von Preah Khan. Stupa kegelförmig mit Rillen und steht auf rundlichem Steinpodest.
Ein Stupa im alten indischen Baustil.

Die rätselhafte Säulenhalle

Das spektakulärste Bauwerk und Alleinstellungsmerkmal von Preah Khan ist jedoch seine einzigartige zweistöckige Säulenhalle, wie sie in sonst keinem der Tempel von Angkor zu finden ist. Ihre Architektur orientiert sich offenbar an traditionellen, hölzernen Reiskammern der Khmer. Einige halten das Bauwerk für eine ehemalige Bibliothek – andere halten es für den Aufbewahrungsort des Heiligen Schwerts.

Wie auch immer. Für mich persönlich lässt dieser Säulenbau einen Hauch von Akropolis und altgriechischer Architektur durch Angkor wehen. Eingebettet in eine unwirkliche Kulisse.

Ein anderer begeisterter Tourist spricht mich hier an und nennt den Tempel einen „Surrealen Ort“. Ich kann dem nur zustimmen.

Preah Khan Tempel im Weitwinkel. Links wird Frau vor zweistöckiger Säulenhalle fotografiert. Rechts die Trümmer von Tempelsteinen. Im Hintergrund Tor vor großen Bäumen.
Die zweistöckige Säulenhalle (links) wird von einigen Gelehrten als Bibliothek gesehen.

Tipps Preah Khan

Tuk Tuk-Route: Preah Khan liegt auf der Route des Grand Circuit.
Nimm dir Zeit: Preah Khan hat viele Orte zu erkunden, daher solltest du 1–2 Stunden einplanen, um den Tempel von West nach Ost zu durchqueren, und durch all die Gänge zu schlendern. Gerade, wenn du gerne fotografierst.
Auge für das Detail: Der Tempel hat eine spannende Geschichte hinter sich. Diente er ursprünglich auch als buddhistische Klosterschule, wurde er zwischenzeitlich hinduisiert. Auch daher lohnt sich ein genauer Blick auf die zahlreichen Bas-Reliefs.
Außenmauern: Wenn du Zeit hast, lohnt sich auch ein Blick auf die wunderschönen geschnitzten Garudas am äußeren Mauerwerk.
Beachte: Verwechsele den Tempelkomplex Preah Khan in Angkor nicht mit dem Preah Khan von Kompong Svay!

6. Neak Pean & Nördlicher Baray

Auf in das antike Krankenhaus

Direkt östlich von Preah Khan liegt der Nördliche Baray (auch Jayatataka), ein künstliches Gewässer, das wunderschöne Spiegelungen des umliegenden Dschungels mitsamt einer verwunschenen Landschaft von Wasserpflanzen bietet.
Ein Baray ist ein riesiges rechteckiges Wasserreservoir, das Teil eines ausgeklügelten Wasserversorgungssystems des antiken Angkors und dessen Umgebung war.
Der Nördliche Baray wurde ca. 1200 n. Chr. von dem legendären Cham-Besieger König Jayavarman VII. in Verbindung mit Preah Khan und Angkor Thom erbaut. Mit einer beeindruckenden Fläche von mehr als 3 km2 ist dieser Baray zwar nicht der größte der künstlichen Stauseen von Angkor – aber mit seiner Insel „Neak Pean“ vielleicht der schönste …

Holzsteg mittig über nördlichen Baray in Angkor. Weit vorne eine Gruppe von Menschen. Wasserpflanzen auf Wasseroberfläche. Wolken und blauer Himmel spiegeln sich. Insel Neak pean ist bewaldet.
Auf dem Weg zur Insel Neak Pean.

Auf dem Holzsteg über den verwunschenen See

Ein Holzsteg am Nordufer stellt eine Verbindung zu der künstlichen Insel in der Mitte des Stausees her: Neak Pean – mit dem gleichnamigen Tempel. Für mich ist der Spaziergang auf diesem Steg das eigentliche Highlight dieses Ortes. Der fast surreale Anblick der kargen Komposition von vielleicht teils abgestorbenen und vom Wasser dominierten Baumkronen könnte gut und gerne die Kulisse eines Fantasy-Blockbusters aufwerten.

Verwunschenes Panorama Nördlicher Baray in Angkor. Lebende und tote Bäume ragen aus Wasser. Wasserpflanzen bedecken Oberfläche. Himmel bewölkt und Wolken spiegeln sich im Wasser.
Spezielle Stimmung am Baray.

Apropos Wasser in Angkor
Die Stadt Angkor hatte ein riesiges Netz von Kanälen, Deichen und Wassergräben, das mehreren Zwecken diente: Es kontrollierte Überschwemmungen, sorgte für die Bewässerung der Reisfelder, und es umgab die hinduistischen Tempel mit Wasser, das den Urozean symbolisierte. In diesem Zusammenhang wird Angkor heute als „hydraulische Stadt“ bezeichnet.

Viele dieser Reservoirs liefen vor langer Zeit trocken. Anfang dieses Jahrtausends stellte man fest, dass nicht zuletzt der zunehmende Besucherandrang in Angkor und Siem Reap an den Wasserressourcen zehrte und dadurch auch das Fundament Angkors bedrohte.
So wurden der nördliche und der noch mächtigere westliche Baray im Jahr 2008 nach Jahrhunderten wieder mit Wasser geflutet.
Am Ende jeder Regenzeit wird alles überschüssige Wasser direkt wieder hineingeleitet.

Neak Pean und die Heiligen Flüsse

Neak Pean ist ein kleiner Tempel, umgeben von (heute noch) vier Teichen. Geschmückt sind sie mit Statuen von Löwen, Elefanten, Pferden beziehungsweise menschlichen Personen. Dieses Ensemble symbolisiert die Harmonie der vier Elemente.
Der Tempel wurde im Auftrag des Königs ursprünglich für medizinische Zwecke entworfen. Ein antikes Spital, das gemäß dem alten Hindu-Glauben auf das Gleichgewicht der Elemente als Heilmethode setze. Und so sollen die Teiche zugleich jene vier heiligen Flüsse repräsentieren, die nach hinduistischem Glauben Reinigung und Erleuchtung symbolisieren.

Blick auf Neak Pean Tempel von außen. Treppen und Tunnelstruktur führen von Baray zur Insel. In der Mitte ein Turm im Khmer Stil. Dahinter grüne Bäume.
Darf nicht betreten werden: Tempel Neak Pean.

Dem nicht genug, stellt der mittlere Teich demgemäß den mythologischen See „Anavatapta“ dar – jenen See am Mittelpunkt der Erde, der die vier heiligen Flüsse speist und der jeden, der in ihm badet, von seiner Krankheit heilt.
Der Tempel selbst kann allerdings nur noch von außen besichtigt werden– ein Betreten ist leider nicht möglich.
Dennoch muss ich diesen Ort unbedingt empfehlen. Nicht nur wegen der mystischen Atmosphäre, die von dem Baray ausgeht, sondern auch wegen der kleinen Verschnaufpause vom touristischen Trubel an den großen Tempeln. Denn Neak Pean zieht vergleichsweise wenige Besucher:innen an.
Für mich ist der nördliche Baray einer dieser besonderen Orte in Angkor, die mich für einige Momente aus der Realität holen. Eine Erfahrung irgendwo zwischen Zeitreise und Filmkulisse.

Tipps Neak Pean

Tuk Tuk-Route: Neak Pean liegt auf der Route des Grand Circuit – der Baray schließt direkt im Osten an Preah Khan an.
✓ Früher Besuch: Wenn du Neak Pean in Ruhe genießen möchtest, empfehle ich, früh am Morgen zu kommen. Aber auch am Nachmittag ist es hier recht beschaulich.
Nimm dir Zeit: Hier gibt es nicht ganz so viel zu erkunden, wie in den großen Tempeln. 30 Minuten reichen aus, um den Ort zu genießen.

7. Ta Prohm

Auf zum „Tomb Raider Tempel“

Etwas östlich von Angkor Thom – jenseits des Siem Reap Rivers – befindet sich Ta Prohm, Angkors berühmtester „Dschungeltempel“.
In seiner Größe reicht er nicht ganz an sein Geschwister-Tempel Preah Khan heran, doch besonders dank eines viel beachteten Filmdrehs erlangte Ta Prohm weltweite Popularität. Natürlich begründet auch der Tempel selbst diese erwachsene Popularität. Die touristische Anziehungskraft geht allerdings von Angelina Jolie aus. Als Lara Croft drehte sie hier im Jahr 2000 Szenen für den Film „Tomb Raider“. Ein Hauch von Hollywood, mitten in Angkor. Entsprechend groß ist der Andrang – und du solltest deinen Besuch entsprechend vielleicht timen.

Auslassen solltest du Ta Prohm deswegen jedenfalls nicht: hier findest du einzigartige, fast magische Orte.

Touristengruppe steht vor riesigem Baumstamm, der die Mauern im Tempel Ta Prohm überwachsen hat. Rechts und links die Mauern des Tempels.
Andrang vor dem Naturmonument in Ta Prohm.

Die riesigen Wurzeln der Kapokbäume und die parasitären Würgefeigen ranken sich um die Trümmerberge und Türme und scheinen sie gleichzeitig zusammenhalten. Der Dschungel ist Teil des Tempels und kreiert damit eine eigene kleine Welt. Ähnlich wie Preah Khan wurde Ta Prohm bewusst von der vollständigen Restaurierung ausgeschlossen, was dazu beigetragen hat, dass der Ort so faszinierend und stimmungsvoll bleiben konnte.

Helles Wurzelwerk wächst breitmaschig über das Maerwerk von Ta Prohm.
Natur versus Menschenwerk.

Wann und warum wurde Ta Prohm erbaut?

Ta Prohm wurde vom König Jayarvaman VII. im Jahr 1186 als ein buddhistischer Tempel errichtet, den der Herrscher seiner Mutter widmete. In seiner Funktion diente er ursprünglich als Klosterschule und buddhistische Universität, was sich auch in seinem ursprünglichen Namen, „Rajavihara“ (königliches Kloster) widerspiegelt. Auch zeigt sich Ta Prohm – ähnlich dem Bayon – mit vielen Gesichtern, u. a. mit einem Gesichter-Turm, der den Bodhisattva des Mitgefühls darstellt. Daneben finden sich auch zahlreiche Reliefs mit tollen hinduistischen Darstellungen – also auch nach Bildern tanzender Apsaras musst du hier nicht lange suchen.

Touristische Infrastruktur

Da der Tempel nun mal seine besondere Popularität genießt, warten in dessen Eingangsbereich auch zahlreiche Verkäufer:innen auf Kundschaft und bieten die üblichen Waren feil. Daneben spielte bei meinem Besuch auf dem Weg zum Tempel eine Gruppe von Folk Musikern, die allesamt sichtliche Opfer von Minenunfällen waren, traditionelle Khmer-Songs und verkauften CDs mit ihrem Werk. Durchaus etwas, was man als Tourist:in unterstützen kann.

Tipps Ta Prohm

Tuk Tuk-Route: Ta Prohm liegt auf der Route des Small Circuit.
✓ Regenzeit
: dies gilt auch für die anderen Tempel, aber hier ganz besonders – in der Regenzeit (Mai bis Oktober) sind Dschungel und Moos in bester „Blüte“ und die Stimmung besonders verwunschen.
✓ Früher Besuch: Wenn du in Ruhe Fotos ohne Menschenmassen machen möchtest, solltest du Ta Prohm am frühen Morgen (vor 9:00 h) oder auch am Nachmittag (ab 15:00 h) besuchen.
Nimm dir Zeit: Gerade Fotograf:innen brauchen Geduld. Ich empfehle, für Ta Prohm mindestens 1,5 Stunden einzuplanen.

8. Ta Nei

Auf zum versteckten Geheimtipp für Foto Sessions

Nur 2,5 Kilometer nördlich von Ta Prohm befindet sich der weniger bekannte Tempel Ta Nei. Die Ruinen sind ebenfalls sehr stark von der Natur überwuchert und bieten eine ähnlich mystische Atmosphäre wie Ta Prohm oder Preah Khan. Für mich ist Ta Nei der ideale Geheimtipp für alle Besucher:innen, die etwas Ruhe und Muße für ausgeprägtere Foto Sessions suchen.

Blick durch Trümmer im Dschungel auf das Tor von Ta Nei in Angkor. Ein Kapokbaum wächst in Richtung der Steintrümmer des Temples.
Tief im Walde: Ta Nei.

Ruine eines buddhistischen Klosters

Der Tempel liegt abseits der Hauptstraßen und ist nur über einen Waldpfad erreichbar. Daher wird er von Tourist:innen oft übersehen – und Touristenbusse kommen durch das Dickicht ohnehin nicht durch.
Errichtet wurde auch dieses Heiligtum im späten 12. Jahrhundert unter der Herrschaft von König Jayavarman VII. als buddhistischer Tempel. Es wird angenommen, dass er als Kloster oder Universität für buddhistische Mönche diente. In der Khmer-Sprache bedeutet Ta Nei „kleines Kloster“.

Ta Nei wirkt besonders rau und unberührt, mit großen Felsklötzen und Baumwurzeln, über die du mit etwas Geschickt hinübersteigen musst. Der Zustand des Verfalls im ganzen Tempel, mit den ihn überwuchernden Bäumen, ist ausgeprägter als in den stärker besuchten Anlagen.

Hier kann man sich gut vorstellen, wie auch die anderen bekannteren und berühmteren Tempel von Angkor ausgesehen haben müssen, als sie „wiederentdeckt“ wurden.

Nahaufnahme Relief auf einem Trümmerstein im Tempel Ta Nei. Im Hintergrund die Innenmauern mit roten Sandsteinen.
Khmer-Kunst in den Trümmern von Ta Nei.

Ta Nei kann ästhetisch als eine kleinere Version von Ta Prohm gesehen werden und ist unbedingt einen Besuch wert. Es ist sehr atmosphärisch und von reichlich grüner Vegetation umgeben. Eine Erfahrung, die man nicht in allen Tempeln von Angkor macht.
Daher ist Ta Nei mein Geheimtipp für Angkor.

So findest du Ta Nei

Wenn du Angkor Thom am Victory Gate nach Osten verlässt, kannst du dem Weg weiter folgen. Die Straße führt dich um den Ta Keo-Tempel herum und dann biegst du links ab, wenn du zu einer Abzweigung auf eine unbefestigte Straße kommst. Dann einfach weiter der Straße nach Norden folgen, die sich durch den dichten Dschungel schlängelt, und nach etwa 500–600 Metern biegst du rechts ab. Wenn du auf ein kleines Holzschild stößt, folge der Straße weiter und nach ungefähr 100 Metern wirst du den Tempel Ta Nei sehen.

Tipps Ta Nei

Tuk Tuk-Route: Ta Nei ist kein Standard-Stopp auf den gewöhnlichen Routen. Auf einer Grand Circuit-Tour kannst du den Fahrer aber um diesen lohnenswerten Abstecher fragen.
✓ Wasser mitbringen:
Die Vegetation schützt den Ort vor Sonnenschein, hält aber auch die Hitze zurück. Daher an genug Wasser denken!
Zeit mitbringen: Dieser Tempel ist nicht allzu groß und du kannst dir alles in 30 Minuten ansehen. Es lohnt sich aber besonders für Fotograf:innen und alle, die etwas Ruhe suchen, eine Stunde für die Visite einzuplanen.
Vorsichtig sein: Der Zustand des Tempels ist instabil. Besucher:innen sollten vorsichtig sein, um den Tempel nicht weiter zu beschädigen.

9. Banteay Srei

Auf zum schönsten Tempel von Angkor

Besonders für Liebhaber filigraner, altertümlicher Kunst und Architektur lohnt sich eine Tagestour in einen abgelegenen Bereich des Angkor Archäologischen Parks. Etwa 23 Kilometer nordöstlich von Angkor Wat nämlich wartet der vielleicht schmuckvollste aller Khmer-Tempel mit seinen gut erhaltenen, aufwändigen Schnitzereien, Skulpturen und Reliefs.
Es wird angenommen, dass er im späten 10. Jahrhundert (vermutlich 967 n. Chr.) unter der Herrschaft von König Rajendravarman im Auftrag zweier prominenter Brahmanen zu Ehren des Hindu-Gottes Shiva errichtet wurde. Damit ist Banteay Srei auch etwas älter als die anderen hier beschriebenen Tempel von Angkor.

Closeup der drei zentralen, mehrstöckigen Türme von Banteay Srei. Die feinen Schnitzereien im roten Sandstein sind gut erhalten.
Filigrane Khmer-Kunst: Banteay Srei.

Das feminine Gesicht Angkors

Der Name Banteay Srei wird wahlweise in „Zitadelle der Schönheit“ oder „Zitadelle der Frauen“ übersetzt und ist anhand seiner elegant arrangierten rosafarbenen Sandsteine nicht zu verkennen. Der Verweis auf das weibliche Geschlecht soll gemäß mancher Quellen andeuten, dass ein derart schöner Tempel mit seinen kunstvoll verzierten Wandschnitzereien wohl kaum von Männern gefertigt sein könne. Ob dies so stimmt, und wie viel Machismo hinter dieser Sichtweise steckt, sei mal dahingestellt.

Aufnahme von zwei wachenden Löwen sowie zwei Affen-Skulpturen im Tempel von Banteay Srei. Die Figuren sind in der Hocke und haben menschliche Leiber. Tempel aus rosa Sandstein mit feinen Schnitzereien auf der gesamten Fassade.
Halb Mensch halb Affe (oder Löwe): Wachschutz in Banteay Srei.

Feine Kunst und Minimalismus

Das große Highlight von Banteay Srei ist die architektonische Komposition aus Bibliotheksgebäuden, zentralem Heiligtum und den drei Türmen im zentralen Bereich des Tempels. Der mittlere Turm dieses Prasats misst moderate 10 Meter, während die äußeren beiden Türme 8 Meter hoch sind. Diese doch relativ wenig imposante Konstruktion des Heiligtums wird durch das Konzept der proportionalen Reduktion ausgeglichen:
Alle naheliegenden Gebäude sind noch kleiner und lassen das Heiligtum herausragen.
Jeder von ihnen ist mit seinen eigenen feinen Skulpturen und Reliefs verziert. Es gibt zahlreiche Darstellungen von Göttinnen, Kampfszenen aus dem Ramayana-Epos sowie von fruchtbar-steinernen Yonis und Lotusblüten. Das Heiligtum wird bewacht von Wesen mit den Köpfen von Affen und Löwen, die mit menschlichen Leibern verwachsen sind. Emporragend auf quadratischen Sockeln. Die Figuren und Reliefs sind sehr detailliert und zeigen eine bemerkenswerte Feinheit in der Ausführung. Allerdings soll es sich dabei um Replikate handeln.

Foto von Toren zu Banteay Srei neben großem Kapokbaum (links). Der Tempel aus rotem Sandstein wirkt sehr klein. Auch neben den anderen Bäumen.  Blauer Himmel.
Proportionale Reduktion: Die Tore wirken nicht nur neben dem Kapokbaum „minimalistisch“.

Was mir besonders gut gefällt, ist das angegliederte Museum – das Banteay Srei Interpretation Center. Hier kannst du dich in einer anschaulichen Ausstellung über die Geschichte des Tempels und seiner Restaurierung informieren. Unter anderem wird hier der allmähliche Übergang von Sanskrit hin zur Khmer-Sprache und -Schrift dargestellt. Auch wenn das Lesen aller Tafeln bei der Hitze etwas anstrengend werden kann …

Für viele das „Juwel in der Krone der Khmer-Kunst“ – so auch für mich. Banteay Srei ist klar DAS kunsthistorische Highlight von Angkor.

Tipps Banteay Srei

Tuk Tuk-Route: Banteay Srei liegt außerhalb der Kernrouten von Angkor. Ich empfehle, mit dem Tuk Tuk-Fahrer deines Vertrauens eine Tour abzustimmen. Ich habe die Tour z. B. mit einem Besuch von Kbal Spean und dem Landminenmuseum (Cambodia Landmine Museum) kombiniert. Darauf werde ich in einem anderen Artikel eingehen.
  Angkor Tagesticket: Obwohl es etwas außerhalb liegt, gehört Banteay Srei zum Archäologischen Park Angkor. Daher wirst du für den Zutritt einen ➠Angkor Tagespass brauchen.
✓ Früh starten: Banteay Srei ist ein beliebtes Ziel für Tourist:innen, also ist es empfehlenswert vor 9:00 h zu kommen.
Zeit mitbringen: Für die Besichtigung von Banteay Srei inkl. Museum solltest du 1,5 Stunden einplanen.
✓ Auf Kultursensibilität achten: Da es sich um einen aktiven Tempel handelt, ist es auch hier wichtig, auf angemessene Kleidung zu achten.
Öffnungszeiten Banteay Srei Interpreation Center: Montag – Sonntag 7:30 h – 17:00 h

10. Beng Maelea

Auf zur grünen Tempelruine

Mein heimlicher Lieblingstempel außerhalb des Angkor Archäologischen Parks ist Beng Maelea, der ebenfalls die kulturelle Blütezeit des historischen Khmer-Reichs repräsentiert. Beng Maelea – der Lotustempel – ist ein hinduistisch geprägter Tempel, den man etwa 40 Kilometer östlich von Angkor Wat in einem von selbstbewusster Dschungel-Vegetation geprägten Areal findet. Dieser Tempel ist ein fantastisches Beispiel für das so wunderschön disharmonische Wechselspiel zwischen Natur und menschlicher Kreativität.

Blick auf Trümmer am Eingang zum Tempel Beng Maelea. Im Vordergrund vier Köpfe der Naga-Schlange. Im Hintergrund grüne Bäume des Dschungels.
Die mehrköpfige Naga begrüßt dich am Eingang zu Beng Maelea.

Ein wunderschöner Trümmerhaufen

Die Ruinen sind teilweise von Wurzeln und Pflanzen überwuchert und machen es zu einem Abenteuer, die versteckten Räume und Korridore zu erkunden.
Die Anlage wurde vermutlich unter König Suryavarman II. errichtet und gehört stilistisch in die Mitte des 12. Jahrhunderts – als ehemals eigenes Stadtgebiet ist das Areal auch von einem Wassergraben umgeben. Der Tempel wurde größtenteils aus fein gearbeitete Sandsteinblöcken gebaut, viele derer als Trümmerhaufen beim Zugang – vorbei an mächtigen Naga-Balustraden – zu überwinden sind.

Natur und Kunst

Die Trümmer weisen auch darauf hin, dass der zentrale Turm des Tempels die Jahrhunderte nicht überstanden hat. Doch genau diese Kombination von Verfall, Erhalt und der schmückenden Dominanz der Natur verleiht der Anlage von Beng Maelea eine magische Atmosphäre. Und es lohnt, sich die Zeit zu nehmen, um die Details an diesem Ort zu erkunden. Du findest hier einige beeindruckende Reliefs, darunter eine kleine Darstellung des Churning of the Ocean of Milk sowie weitere Szenen aus hinduistischen Mythen und Epen.

Nahaufnahme einer Fassade in Beng Maelea Mit zwei Reliefs von Devata-Göttinnen. Links feineres Relief. Steine sind mit Flechten und Algen überwachsen. Im Vorergrund ein dünner Baumstamm.
Reliefs von Devata neben Feinschnitzereien in Beng Maelea.

Achtung: Keine Minengefahr (mehr!)
Das Gebiet um Beng Maelea war lange Zeit eine Hochburg der Roten Khmer und auch noch weit über den Bürgerkrieg hinaus ein gefährlicher Ort – verseucht mit explosiven Kriegsrückständen.
Seit 2003 jedoch engagiert sich das Cambodian Mine Action Centre (CMAC) mit Unterstützung der Deutschen Bundesregierung für die Beseitigung von Landminen sowie nicht gezündeten Sprengkörper (Unexploded Ordnance, UXO) aus diesem Gebiet.
Ein blaues Schild verkündet eine erfolgreiche und vollständige Räumung des Minenfelds. Es wurden hunderte Landminen und eine noch größere Menge an UXOs geborgen. Heute sind Straße und Umgebung für Besucher sicher!

Wenn du dich über die Arbeit und Statistik der CMCA informieren möchtest, gehe auf deren offizielle Website ➠cmac.gov.kh

Auf dem Holzsteg um den inneren Hof

Der architektonische Zerfall mitsamt des Mauern sprengenden Wurzelwerks der Kapokbäume beherrscht die Ästhetik des Ortes. Und doch findet sich im nordöstlichen Bereich der Anlage eine recht gut erhaltene Bibliothek – wenn auch selbst von hungrigen Würgefeigen umschlungen.
An der etwas deutlicher mitgenommenen Bibliothek im Südosten findest du übrigens Zugang zu einem Holzsteg, der als bequemer Rundweg durch den inneren Hof führt.

Hof in Beng Maelea. Rechts und hinten graue Mauern. Mit grünem Moos und Algen bewachsen. Pflanzen und Wurzeln auf den Mauern.
Der grüne Tempel von Beng Maelea – besonders in der Regenzeit.

Übrigens ein Überbleibsel der Dreharbeiten zu Jean-Jacques Annauds Tiger-Film „Zwei Brüder“ (Deux Frères), der im Jahr 2004 erschien. Ta Prohm lässt grüßen – in vielerlei Hinsicht.
Denn auch in Beng Maelea wurde absichtlich nicht vollständig restauriert, sodass sein natürlicher Zustand den Besuchern die Geschichten aus 900 Jahren erzählen kann.

Tipps Beng Maelea

Tuk Tuk-Route: Beng Maelea liegt nicht mehr im Bereich des Angkor Archäologischen Parks. Um dort hinzureisen, solltest du entweder ein Motorbike mieten, oder dir (z.B. über deine Unterkunft) einen ↓Auto-Fahrer (mit Guide) organisieren↓.
Geführte (Kombi-)Tour: Für Beng Maelea bietet sich eine Halbtagestour ab ca. 60 € an. Wenn du mit kleinem Budget reist, organisiere am besten Mitreisende aus deinem Hostel. Es werden auch Tages-Kombi-Touren zusammen mit Koh Ker angeboten. Ich selbst war mit zwei Mitreisenden auf einer Tages-Kombi-Tour inkl. dem Floating Village Kompong Khleang am Tonle Sap-See (anderer Artikel). Das hat mich ca. 50 € gekostet.
✓ Sehr früh starten: Es heißt zwar, dass Beng Maelea weniger stark besucht sei. Aber ab 9:00 h treffen auch dort die Touristenbusse ein. Und die Erfahrung in Beng Maelea lebt auch von der Ruhe. Daher empfehle ich spätestens um 8:00 h, eher um 7:00 h dort zu sein. Beachte, dass die Fahrt (im Auto) ca. 1 Stunde dauert.
✓ Eintritt Beng Maelea: Seit Januar 2020 benötigst du ein Angkor Tagesticket auch für den Zutritt zu Beng Maelea. Damit entfällt auch das frühere Extra-Ticket für 5 $.

11. Koh Ker

Auf zur großen Pyramide

Das letzte meiner 11 Tempel-Highlights von Angkor und Umgebung liegt eigentlich weder in Angkor noch in dessen näheren Umgebung. Aber es ist im Rahmen einer Tagestour von Siem Reap aus gut zu erreichen und zu besichtigen – und diese Tour lohnt sich!
Koh Ker ist eine antike Stadt im Norden Kambodschas, ca. 110 Kilometer nordöstlich von Siem Reap/ Angkor gelegen. Lange bevor Angkor Wat das Licht der Welt erblickte, wurden die politischen Fäden des Khmer-Reiches dort gezogen. Allerdings wohl nur kurzzeitig.
Im 10. Jahrhundert wurde die Stadt zum ersten Mal in alten Inschriften erwähnt und war zwischen 928 und 944 n. Chr. unter der Herrschaft der Könige Jayavarman IV. und Harshavarman II. die Hauptstadt des mächtigen Imperiums.

Heute ist Koh Ker für Archäolog:innen wie für Tourist:innen ein faszinierender Tempelkomplex, der sich aus vielen kleinen Tempelruinen und einem imposanten Pyramidentempel zusammensetzt. Vieles ist noch nicht vollständig erforscht, und vieles fiel leider auch dem Kunstraub zum Opfer.

Pyramide von Koh Ker. Im Vordergrund ragt Teil einer Statue ins Bild. Im Hintergrund der siebenstufieg Pyramidentempel Prasat Prang.

Der Haupt-Tempelkomplex um Prasat Thom

Die üblichen Touren nach Koh Ker umfassen allerdings nicht das gesamte Gebiet der antiken Stadt und konzentrieren sich auf den Haupttempel Prasat Thom mit seinen fantastischen Nebenanlagen.
Der zentrale Tempel von Koh Ker ist vor allem dafür bekannt, eine für Khmer-Tempel ungewöhnlichen linearen Grundriss zu haben – anstelle des konzentrischen Grundrisses, wie wir ihn u. a. von Angkor Wat und dem Bayon kennen.
Was bedeutet das? Die Höfe sind hintereinander angeordnet und der heiligste Hof befindet sich am hinteren Ende der Anlage, anstatt in der Mitte verschachtelter Höfe.

Übersichtskarte zum Tempelkomplex Prasat Thom in Koh Ker.  Linearer Grundriss. Von rechts nach links: Prasat Srot, Straße, Cafes und Shopping, Gopuram, Prasat Krahom, Prasat Thom, Prasat Prang, Grab des weißen Elefanten.
Karte vom Komplex „Prasat Thom“ in Koh Ker. Backsteingebäude im Zentralen Heiligtum sowie Prasat Krahom in Rot dargestellt.

Der Prasat Thom-Komplex ist eine axiale Anordnung von Tempeln, das auf der östlichen Seite mit dem stark verfallenen Prasat Srot beginnt und westlich – hinter dem Touristenzentrum – durch einen großen Gopuram (Torturm) zu den Heiligtümern führt. Über offene Galerie-Wege und zwischen antikem Geröll gelangst du schließlich zu den Tempeln Prasat Krahom und Prasat Thom – bevor dich am Ende des Weges die monumentale Pyramide Prasat Prang verzaubern wird.

Galerie-Weg in Richtung Prasat Krahom. Links stehende Steinpalisaden, rechts umgefallene Palisaden. Tor von Prasat Krahom aus rotem Backstein und mit grünen Pflanzen bewachsen. Dazwsichen Baumstämme.
Halb-intakter Galerie-Weg vor Prasat Krahom.

Prasat Thom

Im Zentrum der Anlage liegt der eigentliche Tempel Prasat Thom mit seinem Heiligtum. Offenbar folgte man auf der Ost-West-Achse einst dem vorgergebenen Weg, mit je einem Gebetsstopp in den Heiligtümern, bevor am Ende der Route die große Pyramide mit ihrem besonderen Heiligtum wartete.
Im Bereich des Prasat Thom-Palastes solltest du es nicht verpassen, Ausschau nach dem zentralen Heiligtum – oder vielmehr nach dessen benachbarten Ruinen – zu halten. Denn hier sind zahlreiche kleinere Ziegelschreine verteilt, die in ihrem zähen Widerstand gegen die „grüne Naturgewalt“ einen faszinierenden Anblick bieten.

Weg zu den roten Backstein-Schreinen im zentralen Heiligtum von Prasat Thom in Koh Ker. Dächer der Schreine zerfallen und mit Kletterpflanzen bewachsen. Im Hintergrund Bäume.
Die Ziegelschreine von Prasat Thom.


Prasat Krahom

Prasat Krahom – der Rote Tempel – ist eigentlich ein Teil von Prasat Thom, wird aber oft als eigener Tempel betrachtet, weil er außerhalb des Prasat Thom Grabens liegt und groß genug ist, um als eigenständiger Tempel zu gelten. Und obwohl er technisch gesehen als Gopuram (Eingangstor) beschrieben wird, ist er größer als alle Ziegelschreine im eigentlichen Prasat Thom.
Der Tempel ist vor allem bekannt für seine in der Khmer-Kunst ungewöhnlichen Löwenstatuen, von denen leider nicht mehr viel übrig ist.

Prasat Prang

Die Pyramide des Prasat Prang ist natürlich der große Höhepunkt in Koh Ker – und du solltest es dir nicht entgehen lassen, sie zu erklimmen. Denn inzwischen ist der Aufstieg dank einer breiten Holztreppe absolut sicher. Vor allem ist der Blick auf die umliegende Landschaft und die frische Höhenluft – immerhin noch 36 Meter – faszinierend und belohnend. Von dem einstigen Heiligtum sind heute noch feine Außenreliefs zu sehen – das Herzstück jedoch ist verschwunden: ein 4,5 Meter großer Lingam (Phallus).
Einer von Koh Kers altertümlichen Namen war Lingapura („Stadt des Lingame“). Der Lingam Shivas galt als ein Symbol der Macht und wurde entsprechend auf der Spitze dieses höchsten Gebäudes des Tempels errichtet.

Nahaufnahme der Pyramide Prasat Prang in Koh Ker. Gebäude mit sieben Stufen. Graue Steine, mit schwarzen Verwitterungen und mit Pflanzen bewachsen. Bewölkter Himmel.  Im Vordergrund grüner Rasen.
Stolz gen Himmel. Der Pyramidentempel von Koh Ker – Prasat Prang.

Tipps Koh Ker

Anfahrt Koh Ker: Von Siem Reap dauert die Fahrt im Auto ca. 2 Stunden.
Tuk Tuk- oder Taxi-Tour: Für Koh Ker bietet sich trotz der großen Distanz eine Halbtagestour im Tuk Tuk an. Das ist recht abenteuerlich. Aber der frische Fahrtwind in der Früh hat was. Es werden auch Tages-Kombi-Touren, z. B. zusammen mit Beng Maelea angeboten.
Eintritt Koh Ker: Der Eintritt in die Koh Ker Archaeological Site beträgt 15 $ und ist nur einmalig möglich.
Öffnungszeiten: täglich von 7:30 h bis 17:30 h
Vorsicht: Versuche nicht ohne ortskundigen Guide die Umgebung außerhalb des Tempelgebäudes zu erkunden. Die Gegend von Koh Ker ist noch nicht von Minen befreit. Die CMAC hat jedoch für 2023 umfassende Räumungsarbeiten geplant phnompenhpost.com


Allgemeine Reisetipps – Tempel von Angkor

Wie kaufe ich Tickets für Angkor?

Dein Ticket für den Angkor Archäologischen Park kannst du entweder online oder am Ticket-Schalter des Angkor Ticket Office kaufen.

✓ Online-Ticket Angkor: Du gehst auf die offizielle Website der Angkor Enterprise (➠ticket.angkorenterprise.gov.kh) und erstellst ein Nutzerkonto. Dann folgst du dem System über die Auswahl des Tickets und bezahlst am Ende per Kreditkarte. Du erhältst dein Ticket per E-Mail als PDF und kannst es entweder ausdrucken oder auf deinem Smartphone vorzeigen. Auch das Ticket für Koh Ker kannst du auf diesem Weg kaufen.
Beachte: für den Ticketkauf musst du ein Passfoto hochladen!

✓ Ticket-Schalter Angkor: Das Angkor Ticket Office befindet sich im Norden von Siem Reap – auf dem Weg nach Angkor an der Kreuzung „Street 60/ Apsara Road“. Die Street 60 geht rechts von der „Charles de Gaulle“ (Straße nach Angkor Wat) ab. Das Ticketcenter ist auf der linken Seite nicht zu übersehen.
Die Tuk Tuk-Fahrer planen einen Halt am Ticket Office mit ein und warten dann vor der Halle. Am Schalter wird ein Passfoto für dein Ticket geschossen, und du kannst in Bar oder per Karte (Visa, Mastercard, Union Pay, JCB, Diners Club, Discover) bezahlen. Voilà!

Ticketpreise für Angkor

1-Tages Ticket – 37 $ ➜ gültig an 1 Tag in einem Zeitraum von 5 Tagen

3-Tages Ticket – 62 $ ➜ gültig an 3 Tagen in einem Zeitraum von 10 Tagen

7-Tages Ticket– 72 $ ➜ gültig an 7 Tagen in einem Zeitraum von 30 Tagen

➜ Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt in Angkor.

✓ Öffnungszeiten Angkor Park und Angkor Ticket Center
Angkor Ticket Center: 5:00 h morgens bis 17:30 h
Angkor Archäologischer Park (die meisten Tempel): 7:30 h morgens bis 17:30 h
Angkor Wat: 5:00 h morgens bis 17:30 h
Phnom Bakheng und Pre Rup: 5:00 h morgens bis 19:00 h

Tuk Tuk-Touren in Angkor: Small Circuit & Grand Circuit

Wenn du die Tempel von Angkor das erste Mal besuchen möchtest, empfehle ich dir, eine Tuk Tuk-Tour zu machen. Dies ist eine günstige und bequeme Möglichkeit, die wichtigsten Tempel an einem oder zwei Tagen entspannt zu besichtigen.

Es gibt zwei Rundfahrten, die standardmäßig von Tuk Tuk-Fahrern angeboten werden: den Small Circuit und den Grand Circuit.
Während der Touren klappert der Fahrer auf einer planmäßigen Route die Tempel ab und lässt dir und deinen Mitreisenden ausreichend Zeit, die Tempel zu besichtigen. Er arbeitet aber nicht als Guide!
Er fährt zwischendurch auch Restaurants zum Frühstück oder Mittagessen an. Mit diesen touristischen Lokalen haben die Fahrer scheinbar einen Vertrag und sie können dort selbst umsonst speisen. Die Preise sind etwas höher und das Essen ist etwas „lasch“, aber hygienisch sicher.

Tuk Tuk auf zweispuriger Straße in Kambodscha. Rechts Tuk Tuk Fahrer mit schwarzem Helm. Links Frau in grünem Hemd auf überholendem Motorrad. Grüne Bäume am Straßenrand. Entgegenkommende Motorbikes und Tuk Tuks.
Unterwegs im Tuk Tuk durch Angkor.

1. Small Circuit Angkor

Der kleine Rundkurs im Tuk Tuk umfasst die berühmtesten Tempel von Angkor:

Der Small Circuit ist ein Muss für Erstbesucher, da er eine gute Einführung in die Geschichte und Architektur der Tempel von Angkor bietet. Ich empfehle früh am Morgen (5:00 h – 6:00 h) zu starten, um den Sonnenaufgang über Angkor Wat zu erleben. Der Fahrer kann dir sagen, wann die beste Zeit für die Tour ist.

Preis Small Circuit Tour: Ungefähr 20 $ (Eintritt nach Angkor nicht inbegriffen)

2. Grand Circuit Angkor

Für eine erweiterte Erkundung Angkors bieten die Fahrer den Grand Circuit an. Dieser umfasst einige der weniger bekannten Tempel wie Preah Khan, Neak Pean, Thommanon, Chau Say Tevoda, Ta Som, East Mebon und Pre Rup. Auf dieser Route könnte auch der Tempel Ta Nei aus meiner Liste angesteuert werden. Einfach mit dem Fahrer vorher abstimmen, welche Tempel angefahren werden.
Die Tempel sind weniger überfüllt und bieten eine ruhigere Atmosphäre zum Entspannen und Genießen der Umgebung.

Preis Grand Circuit Tour: Ungefähr 25 $ (Eintritt nach Angkor nicht inbegriffen)

Standort-Karte (extern auf ➠Google Maps)

Rote Linie: Small Circuit

Türkise Linie: Gran Circuit

Unterwegs in Angkor mit einem Tourguide

Neben den zahlreichen Tuk Tuk-Fahrern gibt es auch kleine Unternehmen, die geführte Touren mit zertifizierten Tourguides anbieten. Ich kann aus persönlicher Erfahrung Mr. Khann Phun aus Siem Reap empfehlen. Er ist ein sehr netter und ortskundiger Guide mit Zertifikat. Er spricht gutes Englisch, und mit ihm habe ich so manche Tour zusammen erlebt. Neben Angkor bietet er auch Touren zu den entfernteren Tempeln an. Einfach nachfragen. Wenn du ihn auf Facebook kontaktierst, reagiert er sehr schnell.

image East Rail Stories
Visitenkarte von Mr. Kann Phuns ➠Facebook-Seite

Unterwegs in Angkor mit dem Fahrrad?

Meine Lieblingsmethode zur Fortbewegung in Angkor ist das Fahrrad. Das kannst du dir für wenige Dollar inklusive Helm und Schloss in den Verleih-Shops im touristischen Zentrum von Siem Reap (z. B. am Vishnu Circle) mieten. Auch einige Hotels/Hostels haben einen Verleih oder organisieren dir ein Fahrrad.

Fahrradverleih in Siem Reap. Blaues Mountainbike von Giant mit Vorderrad im Bild.

Von Siem Reap aus bist du – je nach Geschwindigkeit – in 20–30 Minuten am Eingang zu Angkor Wat.
Der Weg ist denkbar einfach: Du musst am zentralen Kreisel in Siem Reap auf die Straße „Charles de Gaulle“ fahren und dieser dann stur nach Norden folgen, bis du praktisch vor den Toren Angkor Wats stehst.
Wenn du dir unterwegs noch ein Tagesticket besorgen musst, folgst du einfach dem Fluss Siem Reap River auf dessen rechter Seite, bis du zur großen Straße „Street 60“ kommst. Dort fährst du rechts bis zum Angkor Ticket Center, links hinter der großen Kreuzung.
Von dort aus geht es zurück, über den Fluss und dann rechts auf die Charles de Gaulle.

Allgemeine Tipps für den Besuch der Tempel von Angkor

✓ Sonnenschutz: Das Gelände ist sehr sonnig und es gibt kaum Schatten. Trage Sonnencreme und eine coole Kappe oder einen Hut.
✓ Wasser: Es kann ziemlich heiß und feucht werden. Nimm genug Wasser mit, um hydratisiert zu bleiben.
✓ Schuhe: Die meisten Tempel haben steile Treppen und glatte Böden. Trage bequeme und rutschfeste Schuhe.
✓ Respekt: Dies ist ein heiliger Ort für viele Menschen. Bitte verhalte dich respektvoll und vermeide lautes Sprechen und unangemessenes Verhalten.
✓ Kleidung: Bitte bedecke dich angemessen, besonders wenn du Tempel besuchst. Schultern und Knie sollten bedeckt sein.
✓ Achte auf die Affen: Es gibt viele Affen in der Umgebung, sei vorsichtig, wenn du Essen oder Getränke bei dir hast, da sie versuchen könnten, es zu stibitzen. Versuche nicht, sie anzufassen oder zu füttern, da sie wild sind und gerne auch mal zubeißen.

Monkey Cambodia East Rail Stories
Haben scharfe Zähne: Makaken in den Tempeln von Angkor.

Warst du auch schonmal in Angkor Wat?

❓Wie gefallen dir die alten Tempelanlagen? Hast du auch Erfahrungen mit Touren im Tuk Tuk oder auf dem Fahrrad?
❓Oder hast du eine ähnliche Reise vor und möchtest dich näher informieren?
❓Ich bin gespannt, in den Kommentaren von deinen Erfahrungen zu lesen und freue mich auch, dich bei deinen Fragen zur Reiseplanung zu unterstützen. 🤗

Kontaktiere mich auch gerne auf meinen Social Media-Kanälen oder per E-Mail: hello@east-rail-stories.de


Kleines „Khmer“-Glossar

BegriffBedeutung
AmritaNektar der Unsterblichkeit
AngkorBedeutet wörtlich „Stadt“. Angkor kommt vom Sanskrit-Wort Nagara.
AvalokiteshvaraBodhisattva des Mitgefühls
BarayEs bedeutet „Reservoir“.
BanteayEs bedeutet „Zitadelle“ oder „Festung“ und wird für ummauerte Tempel verwendet.
BrahmaSchöpfergott in der hinduistischen Mythologie
Cham Ethnische Gruppe, die Herrschaftsgebiete (Champa) in Zentralvietnam und Kambodscha pflegten. Sie standen in Konflikt mit dem Khmer-Reichs und konnten zeitweise Angkor Wat erobern.
Deva/DevataGottheit in der hinduistischen Mythologie
IndraKönig der Götter und Herr des Himmels
KambujaHistorischer Name für das heutige Gebiet Kambodschas, mit Bezug auf das antike Königreich Kambuja, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert existierte.
Koh KerHauptstadt des Khmer-Reiches unter König Jayavarman IV.
MeruBerg in der hinduistischen Mythologie, der als Zentrum des Universums gilt
PhnomEs bedeutet „Berg“ oder „Hügel“. Sogar kleine Hügel werden Phnom genannt.
PrasatEs bedeutet „Tempel“. Prasat kommt vom Sanskrit-Wort prasada.
PreahEs bedeutet „Gott“ oder „König“ und kann auch als Adjektiv verwendet werden, das „heilig“ oder „heilig“ bedeutet.
Preah KhanKlosterkomplex in Angkor
Ramayana„Das Ramayana-Epos ist das indische Nationalepos und erzählt die Geschichte von Rama, der siebten Inkarnation des Hindu-Gottes Vishnu. Rama besiegt den Fürsten der Dämonen, Ravana, auf der Insel Lanka.
.ShivaZerstörer und Erneuerer in der hinduistischen Mythologie
SreiEs bedeutet „Frau“.
Ta KeoTempelberg in Angkor
Ta ProhmTempel in Angkor, bekannt für seine von Bäumen überwucherten Ruinen
Ta SomTempel in Angkor
ThomEs bedeutet „groß“. (Angkor Thom bedeutet zum Beispiel große Stadt.)
VishnuErhaltergott in der hinduistischen Mythologie
WatEs kommt vom Sanskrit-Wort vattaram und bedeutet „Tempel“. (Angkor Wat bedeutet zum Beispiel Tempelstadt.)
Hinweis: Die Bedeutungen der Begriffe dienen als grobe Orientierung und können je nach Kontext variieren.


Weitere Quellen

  • Eine knapper und spannender Überblick zur Geschichte von Angkor und dem Khmer-Reich ➠geo.de
  • Wenn du dich etwa intensiver mit den technischen und künstlerischen Details der Khmer-Tempel beschäftigen möchtest, empfehle ich den Blog von Günter Schönlein ➠angkor-temples-in-cambodia.com
  • Spannender Artikel von Chris Berdik über die „Hydraulische Stadt“ Angkor (Englisch) ➠pulitzercenter.org
  • Artikel über die laufenden, von Japan finanzierten Restaurierungsarbeiten am Bayon-Tempel (Englisch) ➠phnompenhpost.com
  • Lehrreicher Artikel über das Mandala-Konzept von Angkor Thom (Englisch) ➠khanacademy.org

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Hinweis: Alle in diesem Artikel beschriebenen Reisen wurden privat finanziert. Ich erhalte keine finanziellen Zuwendungen von in diesem Artikel genannten Unternehmen oder anderen Organisationen.

Beitrag erstellt 62

6 Gedanken zu „Kambodscha: Die 11 schönsten Tempel von Angkor und Umgebung

  1. Lieber Dennis,
    vielen Dank für die sehr ausführliche „Gebrauchsanweisung“ für Angkor. Das hätte ich mir vor meiner Kambodscha-Reise vor ein paar Jahren gewünscht. Angkor ist auf jeden Fall einfach grandios!
    Liebe Grüße
    Elke

  2. Hi Dennis, bei uns ist Angkor nun schon eine ganze Weile her, das dürften um die 15 Jahre sein. Durch dich habe ich die damalige Reise nochmals Revue passieren lassen. Was für ein unglaublich toller Ort. Bei uns war allerdings noch „vergleichsweise“ wenig los. Aber Siem Reap fanden wir damals schon scheiße und ziemlich unauthentisch. Ist das besser oder schlimmer geworden? Herzliche Grüße, heute aus Malta, sonst aus Berlin, Michael und Gabi

    1. Hi Gabi und Michael,
      vielen Dank für das Feedback. 🙂
      Siem Reap ist halt ein klassischer Touristenort. Alles fokussiert sich auf „Pub Street“ und die Nachtmärkte. Ich nehme an, dass sich da wenig verändert hat.
      Aber es gibt auch ein paar ruhige und authentische Ecken, wie natürlich die Tempel und Klöster.

      LG
      Dennis

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